| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - He is my Master | |||||||||||||||
|
|||||||||||||||
He is my Master – GesamtausgabeHe is my Master Anime 2009 A.V. Vision Germany Regie: Shouji Saeki 360 min / 12 Episoden / 4 DVDs Ton: Deutsch, Japanisch, Französisch deutsche, französische, holländische und schwedische Untertitel FSK: ab 16 Jahren mit Extras: Postkarten, textless Opening und Ending, Booklet, Galerie Preis: ca. 50 € Izumi und ihre Schwester Mitsuki laufen von zuhause fort, weil die Eltern Mitsuki nicht erlauben, ihr Krokodil Pochi zu behalten. Ohne Geld müssen sich beide bald eine Arbeit suchen. Leider klappt das nicht so ganz, bis sie eine Stellenausschreibung am Tor eines riesigen Anwesens entdecken: »Hausmädchen gesucht«. Die beiden bewerben sich, merken aber schon bald, dass sie an ein verwöhntes Millionärssöhnchen namens Yoshitaka geraten sind – der zudem perverse Ideen entwickelt, wie sich Hausmädchen zu kleiden und zu verhalten haben. Izumi wehrt sich zwar gegen die Ideen ihres neuen »Masters«, macht aber durch ihr Temperament viele wertvolle Gegenstände kaputt, sodass sich ein nicht unerheblicher Geldbetrag ansammelt. Den Yoshitaka mit Begeisterung aufrechnet. Und schon steht Izumi in seiner Schuld, was der pubertierende Junge weidlich ausnutzt. Als die beiden Mädchen seine Schule besuchen, treffen sie auf Anna, die sich in Yoshitaka verliebt hat. Nach einem Wettbewerb um seine Gunst verliebt sie sich aber in die selbstbewusste Izumi. Die hat nun neben Krokodil Pochi, das sie ebenfalls heiß und innig liebt, und dem perversen Yoshitaka auch noch Anna am Hals. Neue Schwierigkeiten tauchen auf, als die Eltern der beiden Mädchen auftauchen und ihre Kinder zurückfordern. Aber auch Yoshitakas toter Vater sorgt als Geist für Trubel, weil er seinen Sohn mit ins Totenreich nehmen will. Allerdings ist das noch nicht alles: Izumi wird ein Star. Innerhalb kürzester Zeit verdient sie genügend Geld, um ihre Schulden bei Yoshitaka zu begleichen. Nicht nur Anna befürchtet, das Izumi das Haus verlassen wird. »Ein Patchwork aus absurden Situationen, die mit prüden Ideen aufräumen!« verspricht AV Vision. Ersteres stimmt voll und ganz, denn absurd sind die Situationen, in die die arme Izumi immer wieder gerät, allemal. Der zweite Teil mit den prüden Ideen dagegen stimmt nur halb. Prüde ist man ganz sicher nicht, wenn es darum geht, die Mädels möglichst oft auszuziehen. Leider kann man das von den Jungen im Anime nicht sagen. Die laufen prüde voll bekleidet und völlig unsexy rum. So ist das wieder nur einer der vielen, vielen, vielen, vielen mäßig intelligenten Erotikstreifen, die nur auf Männer zugeschnitten sind. Und da werden wirklich sämtliche klischeehaften Männerfantasien bedient, die frau ganz nebenbei die Zehennägel aufrollen: sich zierende und willige Mädels, Lesben, Ballonbrüste, Lolitas – alle natürlich (s.o.) leichtest bekleidet. Und alle müssen dem Master dienen. Sprich: völlig an der Realität vorbei. Aber das interessiert ja keinen, solange »man« nur ordentlich sabbern kann. Warum gibt es eigentlich kaum etwas in der Erotikbranche, das die Mädels mal so richtig sabbern lässt? Aber um da etwas mehr als nur einen nackten männlichen Oberkörper zu sehen, müssen Mädels hierzulande auf die härteren Shonen-Ai-Streifen (Yaoi) ausweichen. Und dann ist auch noch oft genug das interessanteste Stück zensiert. Blöd.
© Ulrike Dansauer |