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Das Bildnis der Petit Cossette (Collector’s Edition)DVD, PAL Tokyopop Regie: Akiyuki Shinbo Ca. 48 min Ton: Japanisch mit deutschen Untertiteln 2005 erschienen Mit Bonusmaterial Preis: 29,99 € Diese limitierte Collector’s Box enthält den Soundtrack zum Anime sowie Vol. 0: Ein ca. 18-minütiges Interview mit den Machern (z.B. Regisseur Akiyuki Shinbo), den japanischen Synchronsprechern (z.B. Marina Inoue) und der Komponistin der FilmmusikYuki Kajiura rund um den Anime (z.B. Entstehungsprozess des Animes, Gedanken der Crew zum Anime). Allerdings findet sich genau dasselbe Interview auch unter den Extras, d.h., es kommt unnötigerweise zweimal vor. Will man so die DVD aufplustern und den Fan verarschen? Weiteres Interviewmaterial und Bilder enthält das beiliegende Booklet. Außerdem findet man auf der DVD unter »Extras« eine Bildergalerie und ein Musikvideo (Musikvideo Houseki), das einen der Songs des Soundtracks (Houseki) auch visuell umsetzt. Zum Musikvideo selbst ist zu sagen, dass es doch recht banal anmutet: Frauen in unheimlicher Umgebung (abgestorbene Bäume, düstere Kirche) im Gothic-Stile, die sich in sattsam bekannten Posen drehen und wenden, sind in der Gothic-Musikszene nun wirklich nichts Besonderes. Auch das Video in Schwarz-Weiß zu halten und mit roten und dunklen szenischen Einsprengseln zu versehen kennt man schon. Das Lied an sich hört sich nach typisch japanischem Pop an, wenn auch mit stark melancholischem Touch, und gehört somit nicht zu den Highlights des Soundtracks. Der Rest des Soundtracks ist dagegen sehr melodisch und eingängig. Kajiura verwendet an Instrumenten Geigen, Klavier/Orgel, Cello, Keyboard, z.T. Schlagzeug, Bass und Frauengesang. Gerade der Frauengesang fällt durch sehr schöne, fast schon klassisch geschulte Stimmen auf, von denen sich die Sängerinnen des europäischen Gothicmetals noch die ein oder andere Scheibe abschneiden können. Die Melodien selbst klingen durch akzentuierte Töne und gezielt eingesetzte Instrumente sehr eindringlich und dem Anime angemessen meist traurig-melancholisch, nachdenklich, teilweise bedrohlich und sphärisch (unterstützt durch Echoeffekte). Ab und zu unternimmt die Komponistin Ausflüge in andere Genres wie z.B. Mittelaltermusik (A Prophet’s Dream) oder Metal (Love Pain), auch orientalische Klänge gibt es mit »Undertow« auf die Ohren. Fast schon fröhlich mutet »Fake Jewel« an; sehr rhythmisch und nicht minder schnell, aber bedrohlich-psychopatisch biegt »Evocation« um die Ecke. Insgesamt gesehen ist der Soundtrack sehr gelungen; gerade Gothicfans werden ihn lieben, und zum Anime mit seiner Gothic-Lolita- und Horrorthematik passt er allemal. Fazit:
© Ulrike Dansauer |