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Claymore - Vol. 3DVD, PAL Anime Virtual S.A. German Vision Regie: Hiroyuki Tanaka ca. 100 Minuten Ton: Japanisch, Deutsch; deutsche Untertitel 2009 erschienen FSK: ab 16 Jahren Mit Bonusmaterial (2 Postkarten) € 24, 95 Miria teilt ihren Mitkämpferinnen mit, was sie über die Organisation vermutet: Diese will rebellische Schwertkämpferinnen los werden, indem sie sie auf die Erwachten hetzt. Alle müssen also ein eingeschworenes Team werden, um zu überleben. Außerdem müssen sie sich ab jetzt scheinbar der Organisation unterordnen, um keinen weiteren Ärger zu bekommen. Als sie dem Erwachten mit vereinten Kräften entgegentreten, hilft ihnen, dass sie selbst schon nahe am Erwachen waren. Auch das müssen sie vor der Organisation geheim halten. Als Clare erneut eine Erwachte jagen soll, wird ihr die blutrünstige Claymore Nummer 4, Ophelia, zugeteilt. Sogar Mitkämpferinnen sind vor ihrer Gewalttätigkeit nicht sicher, wie Clare kurz darauf erfahren muss. Clare hat jetzt zwei Gegnerinnen am Hals: die wahnsinnige Claymore und die Erwachte. Zu allem Überfluss will ihr menschlicher Begleiter Raki sie beschützen und gerät prompt zwischen die Fronten. Fast schon lustig zu sehen, wie der extensive Beschützerinstinkt, der in Animes und Mangas gegenüber Frauen zelebriert wird, hier ad absurdum geführt wird. Raki, wenn auch tapfer (oder dumm?) hält sich keine Minute gegen die Gegnerinnen und muss von Clare gerettet werden. Angenehm auch das Frauenbild: Es werden unterschiedliche Typen gezeigt, wobei man auch nicht vor einer eindeutig gewalttätigen, hinterhältigen und damit durch und durch unsympathischen Frau zurückschreckt. Damit wird das einseitige Opfer- oder Vamp-Bild aufgebrochen, zumal Ophelia blond ist und wie eine Elfe aussieht. Wenn dann auch noch die Rüstung der Frauen praktischer bzw. auf Schutz des Körpers und nicht so sinnlos figurbetont konzipiert wäre, könnte man mit dem Frauenbild durchaus leben. Außerdem wird die Frage gestellt, wer eigentlich die Monster sind: Als die Erwachte von Ophelia umgebracht wird, stellt sie Ophelia genau diese Frage. Damit ist ein Perspektivwechsel gegeben, der Denkstrukturen hinterfragt.
© Ulrike Dansauer |