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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - City Hunter

City Hunter – Magnum with Love and Fate (Limited Edition)
City Hunter
Anime
2009 A.V. Vision Germany
Regie: Kenji Kodama
87 min
Ton: Deutsch, Japanisch; deutsche Untertitel
FSK: ab 12 Jahren
Extras: Booklet
Preis: 24,95 €

Ryo Saeba oder kurz »City Hunter« verdingt sich in Tokyo als Detektiv – und Weiberheld. Ryo lässt wirklich keine Gelegenheit aus, einer hübschen, jungen Frau hinterher zu steigen. Sehr zum Leidwesen seiner Partnerin Kaori, die aber für alle Fälle einen tonnenschweren Hammer bei sich hat, den sie bei (un)passenden Gelegenheiten auf Ryo niedersausen lässt. Diesmal bittet die hübsche Musikerin Nina Steinberg Ryo und Kaori um Hilfe: Sie will ihren Vater finden. Sie glaubt ihrem Großvater nicht, dass ihr Vater tot ist, und Ryo soll ihn für sie aufstöbern. Ryo ist Feuer und Flamme für das schöne Mädchen – äh, pardon, für den Auftrag und legt gleich los. Zu allem Unglück wird Ninas bevorstehende Konzertreihe von einem Mord überschattet. Das Mordopfer hatte einen Mikrochip mit Geheiminformationen, den es aber kurz vorher jemand anderem übergeben hatte. Und irgendwie scheint der Fall mit der Suche nach Ninas Vater zusammenzuhängen.

Dem Anime sieht man an, dass er aus den 80ern stammt, Klassiker hin oder her: unmögliche Klamotten und Frisuren bei den Frauen (man denke nur an die absolut unbequemen Schulterpolster aus dieser Zeit!) und typischer Soundtrack. Aber ansonsten ist der Film trotz seines Alters noch gut anzuschauen. Die Synchronstimme Ryos nervt aber auf Dauer: zu quietschig. Ansonsten freut sich der Fan über die Anspielungen auf »Cat’s Eye«, eine weitere Serie, die aus der Feder von City-Hunter-Erfinder Tsukasa Hojo stammt und dessen City-Hunter-Mangas die Vorlage für die diversen Anime-Umsetzungen lieferten. Eine Realverfilmung mit Jackie Chan erschien 1993. Als Running-Gag nicht nur diesen Animes fungiert natürlich Frauenheld Ryo und Kaoris postwendende Reaktion mit Durchschlagkraft. Das kann man sehen, wie man will: Entweder als lieb gewonnener Teil der Serie oder einfach nur als Dauernervfaktor. Zumal man als Zuschauerin nun wirklich nicht in der Haut der weiblichen Anime-Figuren stecken will und auch nicht nachvollziehen kann, warum die Frauen dann doch irgendwann auf Ryo fliegen. Schon gar nicht mit dieser Synchronstimme, nur um das noch mal erwähnt zu haben. Das (für Anime-Virtual-Verhältnisse eher magere) Booklet bringt etwas mehr Infos zu Ryo und Kaori, sowie deren Beziehung zueinander. Für eine Limited Edition dürfen die Extras aber ruhig fetter ausfallen.

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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