Black Blood Brothers 1
DVD, PAL
OVA Films
Regie: Hiroaki Yoshikawa
ca. 120 min, je Episode ca. 24 min
Ton: Deutsch, Japanisch, deutsche Untertitel
2007 erschienen
FSK: ab 16 Jahren
Mit Bonusmaterial
Preis: 19, 95 €
Die Weltbevölkerung teilt sich in drei Gruppen: die Black Bloods (Vampire), die Old Bloods (höchste Vampirklasse) und die Red Bloods (Menschen). Wie man sich denken kann, geht es zwischen Menschen und Vampiren nicht immer friedlich zu. Der Old-Blood-Vampir Jirou und sein Bruder Kotarou sind auf dem Weg in die Kontollzone, einem Ort, an dem Vampire und Menschen friedlich zusammenleben. Jirou hat im Heiligen Krieg gegen die Knowloon Children, bösartige Vampire, die mit einem Biss sowohl Menschen als auch andere Vampire zu einem der ihren machen können, gekämpft. Jetzt versuchen die überlebenden Knowloon Children in die Kontrollzone einzudringen. Dabei entführen sie Kotarou, und Jirou muss wieder gegen sie antreten. Aber nicht nur die Knowloon Children machen ihm zu schaffen, sondern auch die Vampirin Cassandra, die ihn und seine Freundin einst verraten hat.
Die Zeichnungen, Figuren wie Hintergründe, sind ordentlich, aber nicht überragend. Dafür sehen die Figuren, männlich wie weiblich, sehr hübsch aus, sodass sowohl weibliche als auch männliche Fans auf ihre Kosten kommen. Leider wird mit Stereotypen gearbeitet. Die Freundin Jirous ist blond, blauäugig und trägt ein Kleid mit Spitzen, sodass sie sofort als liebenswert, süß und schwach eingestuft wird, wobei diese Assoziation des Zuschauers nicht gebrochen wird, sondern sich bewahrheitet. Genauso verhält es sich mit Kotarou. Ebenfalls blond mit riesigen blauen Kulleraugen wirkt er unschuldig und süß. Auch dieses Klischee wird nicht angetastet. Cassandra dagegen ist ein schwarzhaariger Vamp im wahrsten Sinne des Wortes: schön und gefährlich. Wieder ein Klischee voll ausgenutzt. Dunkelhaarige männliche Vampire gelten oft als geheimnisvoll, stark, mit gutem Kern in rauer Schale. Trifft prompt auf Jirou zu. So platt hätte man es jetzt nicht machen müssen. Dementsprechend ist auch der Inhalt nicht wirklich tiefgründig. Zum Glück artet er aber nicht in reinen Splatter und tumbe Schwarz-Weiß-Malerei aus wie z.B. »Hellsing«, sondern der Film zeigt, dass auch Vampire sowohl böse als auch gut sein können und die Knowloon Children mehr oder weniger Opfer ihrer Erzeuger sind, die sich gegen die Befehle ihres Schöpfers nicht wehren können.
Der Film beruht auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Kohei Azano. (Eine Light Novel ist ein Roman mit Bildern im Anime- oder Manga-Stil.)
Die Synchro hört sich gut an, die Menüführung ist übersichtlich, der Soundtrack passend, die Extras mickrig. Sie bestehen nur aus dem Blanc Opening und –Ending und einer kurzen Artworkgalerie, für die man einfach Szenen aus dem Film genommen hat und ein Bild sogar doppelt gezeigt wird. Da darf (und sollte) mehr drin sein. Im Inlay sind Charakterbeschreibungen abgedruckt.
© Ulrike Dansauer |