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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Animation Runner Kuromi

Animation Runner Kuromi
DVD, PAL
Anime House
Regie: Akitarou Baichi
ca. 40 min
Ton: Deutsch, Japanisch, deutsche Untertitel
2008 erschienen
FSK: ab 6 Jahren
Mit Bonusmaterial
Preis: 18, 95 €

Mikiko Oguro hat gerade ihre Ausbildung als Animationszeichnerin abgeschlossen und will im Animationsstudio »Studio Petit« anfangen. Aber gleich am ersten Tag erwartet sie eine böse Überraschung: Der Produktionsmanager, der ihr den Ablauf erklären sollte, muss wegen eines Magengeschwürs ins Krankenhaus, und so wird Mikiko vom Direktor kurzerhand zur Produktionsmanagerin befördert. Nicht nur, dass sie keine Ahnung von ihren neuen Aufgaben hat, nein, sie muss auch noch geschockt feststellen, dass die Deadline vor der Tür steht und der Anime noch in der Startphase steckt. Die ZeicherInnen dazu zu bewegen, endlich in die Pötte zu kommen, erweist sich für Mikiko als Höllenjob. Sie denkt schon daran aufzugeben, als sie sich darauf besinnt, warum sie eigentlich in einem Animestudio arbeiten will.

Wer z.B. für Zeitungen oder Magazine arbeitet, dem kommt der Stress vor der Deadline sicher bekannt vor. Aber selbst wenn man das nicht aus eigener Erfahrung kennt, ist der Anime sehr witzig und unterhaltsam, v.a. für Fans, die immer schon mal wissen wollten, wie eigentlich ihre heiß geliebten Animes entstehen. Und da Insider den Film produziert haben, kann man getrost davon ausgehen, dass die Kernaussagen stimmen, auch wenn sie natürlich überspitzt dargestellt werden. Nach dem Film wird kurz erklärt und gezeigt, wer hinter »Animation Runner Kuromi« steckt und wie der Anime produziert worden ist. Der Soundtrack ist der Parodie angemessen schmissig und lustig, die Zeichnungen allerdings leider nur Durchschnitt. Die deutsche Synchro würde ich schon als unterirdisch bezeichnen; sie erinnert an die Horrortage vor dem Manga- und Animeboom in Deutschland (naja, eher ein Miniboom im Vergleich zu anderen Ländern, aber besser als nix), als selbst bekannte SynchronsprecherInnen es nicht fertig brachten, auch nur ansatzweise motiviert und natürlich zu klingen, wenn sie einen Anime synchronisieren sollten (Ausnahme: Animes für Kinder). Dafür sind die Extras wieder besser. Wer Karaoke mag und dem deutschen Soundtrack für den Film etwas abgewinnen kann, bekommt hier die Gelegenheit, den Titelsong mitzusingen. Wer mehr über die Entstehung der Animes wissen will, den informiert ein Text darüber - wobei man den Text an einer Stelle überarbeiten müsste; es handelt sich um den Teil, in dem über die Bezahlung der Zeichner referiert wird. Hier fehlt die Angabe des Budgets, und der Satzbau ist an manchen Stellen suboptimal. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich den Trailer für »Animation Runner Kuromi 2« anschauen (leider in Englisch).

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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