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Filmrezensionen Western - Die Rache des Sitting Bull

Vergessene Western Vol. 15
Die Rache des Sitting Bull
Originaltitel: Sitting Bull (1954)
Genre: Western
Regie: Sidney Salkow
Darsteller: Dale Robertson, J. Carrol Naish, William Hopper, Mary Murphy, Douglas Kennedy, John Litel
Laufzeit: ca. 101 Minuten
Verleih: interGroove Tonträger VertriebsGmbH
Bildformat: Widescreen 2,35:1; Letterbox
Tonformat: Dolby Digital 2.0: Deutsch, Englisch
EAN: 0807297056990

Anders als viele seiner Kameraden achtet der junge Kavalleriemajor Parrish die Sioux und strebt wie deren Häuptling ein friedliches Miteinander der Völker an. Trotz vieler Widerstände seitens der Armee und Siedler gelingt es ihm, Präsident Grant zu einem Gespräch mit Sitting Bull zu bewegen. Doch bevor es dazu kommen kann, greift General Custer die Sioux an und wird vernichtend geschlagen. Parrish, der trotzdem weiter mit den Indianern sympathisiert, gibt seine Friedensbemühungen nicht auf. Seine Vorgesetzten sehen das allerdings als Hochverrat an und stellen ihn vor ein Kriegsgericht. Nur einer kann den jungen Major jetzt noch retten ...

Die Rache des Sitting Bull hebt sich von den vielen historischen Epen Hollywoods, welche vordergründig den Mythos George Armstrong Custer in Szene setzen, ab. Lediglich als Bezug auf die Ereignisse des Jahres 1876 fügte Regisseur Sidney Salkow die Schlacht am Little Bighorn River ein.
Vielmehr geht es im Film am Beispiel des Major Parrish um die Bemühungen einzelner, die Friedensverhandlungen mit den Natives nicht zu torpedieren und fortzusetzen.
Robert Bob Parrish setzt seine Armeekarriere sowie seine Liebe zu Kathy Howell aufgrund seiner Sympatien zu den Indianern aufs Spiel. Er stellt sich gierigen Goldsuchern, die im Idianerterritorium nach dem begehrten Edelmetall suchen, in den Weg und missachtet Befehle seiner Vorgesetzten.
Es ist historisch betrachtet fragwürdig, ob ein Mann wie Robert Parrish es geschafft hat, tatsächlich mit dem Stammeshäuptling der Hunkpapa in Kontakt zu treten.
Was man den Machern zugutehalten kann, ist ihre Absicht, den Zuschauern etwas Gutes zu bieten. Doch die historischen Tatsachen an sich sind viel komplexer, als im Film dargestellt. Obwohl ein großes Budget und Iron Eyes Cody als Berater zur Verfügung standen, konnte man nicht das herausholen, was 1991 in Son of the Morning Star weitaus realistischer und genauer umgesetzt wurde.
Iron Eyes Cody wusste sicher viel über die damaligen Ereignisse, doch hat er wahrscheinlich das Meiste davon für sich behalten.

Fazit:
Die Rache des Sitting Bull stellt eine spannende und überraschend pro-indianische Version der Ereignisse im Vorfeld der Schlacht am Little Big Horn dar, J. Carrol Naish als stolzer Sioux-Führer und Dale Robertson als Kavallerieoffizier, welche den Frieden zwischen den Indianern und der Regierung suchen.

Copyright © 2011 by Wolfgang Brandt

 

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