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Rache für Jesse JamesOriginaltitel: The Return of Frank James Regie: Fritz Lang Drehbuch: Sam Hellman, Produktion: Daryl F. Zanuck Darsteller: Henry Fonda, Gene Tierney, Jackie Cooper USA 1940 Laufzeit: 89 Minuten »Rache für Jesse James« war Fritz Langs erster Western. Der Film ist ein Sequel zu dem Film »Jesse James«, in dem ebenfalls Henry Fonda die Rolle von Frank James übernommen hatte. Wie der Titel der Fortsetzung schon sagt, nimmt Frank James, ein ehemaliger Bankräuber, der sich als Farmer ein neues Leben aufgebaut hat, Rache an dem Mord seines Bruders, der von Ben Ford hinterhältig in den Rücken geschossen wurde. Als Ben zusammen mit seinem Bruder in Missouri auftaucht, ändert sich Franks Situation schlagartig. Zunächst versucht er, seine Rachegefühle zu unterdrücken. Doch schließlich macht sich Frank James daran, die beiden Brüder zu verfolgen. »Rache für Jesse James« ist ein Film über Antihelden. Da ist zum einen natürlich Frank James, der mit aller Kraft versucht, ein neues Leben aufzubauen, doch von seiner Vergangenheit als Bandit immer wieder heimgesucht wird. Zum anderen ist da Clem, ein Waisenjunge, den Frank bei sich aufgenommen hat. Clem ist jedoch mehr von Franks Vergangenheit als an seinem jetzigen Beruf als Farmer fasziniert und versucht sich daher als Revolverheld. Schließlich ist da auch noch Eleonora Stone, eine junge Frau, die Reporterin werden möchte, dabei aber recht viel Lehrgeld zahlen muss. Fritz Lang beleuchtet diese drei Charaktere geradezu detailliert, was dem Film eine sensible und zugleich recht komplexe Erscheinung gibt. Doch trotz der intensiven Beschäftigung mit den einzelnen Figuren wirkt der Film weder träge, noch langweilig. Genau das Gegenteil ist der Fall. Aufgrund des konfliktreichen Rahmens, innerhalb dessen sich die drei Hauptcharaktere bewegen, schafft Lang eine dichte Atmosphäre und sorgt zudem für mächtig viel Spannung. Dies gelingt ihm einerseits natürlich durch die im Mittelpunkt stehende Rachestory. Zugleich lässt er Frank James, Clem und Eleonora immer wieder in ausweglos erscheinende Situationen geraten. Dies erhöht die bereits bestehende Spannung und sorgt dafür, dass man als Zuschauer ständig wissen möchte, wie es nun weitergeht und ob doch noch alles zu einem guten Ende kommt. Fazit: Copyright © 2010 by Max Pechmann |