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Filmrezensionen Western - Jonah Hex

Jonah Hex

Regie: Jimmy Hayward
Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor
Darsteller: Josh Brolin (Jonah Hex), John Malkovich (Quentin Turnbull), Megan Fox (Lilah), Michael Fassbender (Burke), Will Arnett (Lieutenant Grass), Lance Reddick (Smith), Jeffrey Dean Morgan (Jeb Turnbull)
USA 2010
Veröffentlichung Kauf-DVD: 04.02.11
Laufzeit: 78 Minuten
FSK: 16
Genre: Comic-Verfilmung, Fantasy Western

Jonah Hex, dessen Familie vor seinen Augen von Quentin Turnbull getötet wurde.
Jonah Hex, der von Quentin Turnbull gebrandmarkt und dem Tod überlassen wurde.
Jonah Hex, der seit seinem Nahtoderlebnis und seiner Rettung durch Indianer, mit den Toten sprechen kann und dem immer ein Schwarm Krähen folgt.
Jonah Hex, der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, als Kopfgeldjäger durchschlägt.
Dieser Jonah Hex, wortkarg und schnell mit dem Colt bei der Hand, wird von Präsident Grant um Hilfe gegen eben jenen Quentin Turnbull gebeten, den Hex seit Jahren für tot hält, der sich aber wider Erwarten bester Gesundheit erfreut und plant, am 04. Juli, dem Tag der 100-Jahr-Feier der USA, mithilfe einer Superwaffe, Washington zu vernichten.
Von Rache getrieben und unterstützt von der Prostituierten Lilah, macht sich Hex auf nach Independence Harbor, um den Terroranschlag zu verhindern.

Die Comic-Figur Jonah Hex hatte ihren ersten Auftritt 1972, in All-Star Western Nr.10. Erschaffen wurde sie von dem Autor John Albano und dem Zeichner Tony DeZuniga.
Die Kinoadaption ist kurz, zu kurz. Das Drehbuch bzw. die Story ist mager, interessante Handlungsstränge werden nicht aufgegriffen. Die Vorgeschichte - wie Jonah Hex zum Kopfgeldjäger wurde - wird zu Beginn schnell mit einigen Comicpanels erzählt. Warum erfolgte hier keine filmische Umsetzung? Auch die 3 entfallenen Szenen (übrigens das einzige Bonusmaterial der DVD) hätte man gut in den fertigen Film integrieren können. Die Zeit dafür wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen. Was inhaltlich bleibt, ist ein einsamer Rachefeldzug, dessen Ausgang vorhersehbar ist.
Auch trotz der übernatürlichen Elemente (auf die leider nicht näher eingegangen wird), ist der Film leider nur mäßig spannend. Recht plakativ zitiert wird The Crow aus dem Jahre 1994, in dem die Krähe den Toten wieder zurück in`s Leben bringt.
Die Figur des irren Burke scheint einem James Bond - Film entliehen worden zu sein. Auch dort läßt man die Handlanger des Oberschurken gerne von deutschen Schauspielern darstellen. Josh Brolin als Jonah Hex ist sicherlich die richtige Besetzung für den obercoolen Revolverhelden, der wie einst Django mit einem MG, pardon hier sind es zwei, daherkommt. Megan Fox, nach Transformers international bekannt, ist zwar tough, aber trotzdem nur schmückendes Beiwerk. Ein wirklicher Weltstar ist John Malkovich, der in den unterschiedlichsten Genres zu Hause ist und zuletzt in R.E.D. wie auch in Burn After Reading zu sehen war. Lance Reddick ist gut bekannt als Philip Broyles, der Leiter der Fringe Division aus der gleichnamigen TV-Serie.
Bei der Genre-Zuordnung dieses Films tut man sich etwas schwer. Er ist defenitiv ein Western, aber mit Elementen des Horrors und der Fantasy.
Im gleichen historischen Umfeld spielt übrigens der Film Wild Wild West mit Will Smith, der sich auch Elementen des Steampunks bedient.
Josh Brolin ist übrigens dem Genre Western treu geblieben und ist aktuell in der Neuverfilmung von True Grit zu sehen.

Fazit:
Jonah Hex hat gute und interessante Ansätze zu bieten, ist aber über den Status eines Appetizers nicht hinausgekommen.

Bewertung:


Copyright © 2011 by Stefan Bellack

 

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