| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Filmrezensionen Western - Gefährten des Todes | ||||
|
||||
Gefährten des TodesOriginaltitel: The deadly Companions Regie: Sam Peckinpah Drehbuch: Albert Sidney Fleischmann Produktion: Charles B. Fitzsimons Darsteller: Maureen O’Hara, Brian Keith, Steve Cochran, Chill Wills USA 1961 Laufzeit: 93 Minuten Regisseur Sam Peckinpah war seinerzeit bekannt durch seine äußerst rohen und – für damalige Verhältnisse – recht brutalen Filme, weswegen man ihn gerne auch als »Bloody Sam« bezeichnete. Mit dem Western »The Wild Bunch« schrieb Peckinpah Filmgeschichte. Einer seiner frühen Western trägt den Titel »Gefährten des Todes« und erzählt die Geschichte des US-Kavalleristen Yellowleg, der von Rache getrieben durch die Lande reist. In einem kleinen Ort findet er schließlich den Mann, den er seit langer Zeit sucht: einen Falschspieler namens Turk, der bereits die Schlinge um den Hals trägt. Yellowleg befreit ihn, um seine eigene Rechnung mit ihm zu begleichen. Bei einem Schusswechsel aber erschießt der Ex-Soldat aus Versehen den Sohn einer Prostituierten. Er macht sich mit ihr auf, um ihren Sohn in Gila City zu begraben, das mitten im Indianergebiet liegt. Mit dabei sind der Falschspieler Turk und sein Freund Billy. Die Reise ist nicht ohne Gefahren. Zugleich steigt die Spannung zwischen Yellowleg und seinen unliebsamen Begleitern. »Gefährten des Todes« ist ein düsterer, leicht melancholischer Western, der eine ungemein hohe Spannung bietet, die sich aus der gelungenen Figurenkonstellation ergibt. Da ist zum einen der undurchsichtige Yellowleg, ein Antiheld, wie er im Buche steht. Zum anderen der Angeber Billy und schließlich Turk, ein überaus fieser Typ. Kit, die Prostituierte, deren Sohn von Yellowleg erschossen wurde, steht dabei genau im Mittelpunkt. Während Yellowleg versucht, sein schlechtes Gewissen zu bereinigen, indem er ihr nach Gil City folgt, haben Turk und Billy ganz andere Hintergedanken. Billy hat es auf Kit abgesehen und Turk sucht nach einer Gelegenheit, um Yellowleg zu beseitigen. Sam Peckinpah gelingen bei dieser Geschichte um Rache und Hass immer wieder sehr eindrucksvolle Bilder, durch die er seinem Western eben jenen düsteren Touch verleiht, der geprägt ist von Desillusionen und gescheiterten Existenzen. Der Showdown in Gil City, einer längst verlassenen Stadt, die nur mehr aus Ruinen besteht, betont nochmals die Verbitterung, die dem Helden bzw. Antihelden Yellowleg anhaftet. Hier entlädt sich schließlich die im ganzen Film aufgestaute Spannung zwischen den Figuren in einem aufreibenden Finale. Copyright © 2010 by Max Pechmann |