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Filmrezensionen Science-Fiction - Splice - Das Genexperiment

Splice - Das Genexperiment
Originaltitel: Splice
Regie: Vincenzo Natalie
Drehbuch: Vincenzo Natalie, Antoinette Terry Brant, Doug Taylor
Produktion: Steven Hoban
Darsteller: Adrien Brody, Sarah Polley, Delphine Chaneac
Kanada/Frankreich 2009
Laufzeit: 104 Minuten

Vincenzo Natalie ist uns allen noch ein Begriff als Regisseur von »Cube«. Sein Nachfolgefilm, die Groteske »Nothing«, ging leider vollkommen unter. Nun versucht er es noch einmal, indem er einen düsteren SF-Film liefert, der sich mit dem Thema Genmanipulation befasst.

Es geht um das Forscherpaar Clive und Elsa, die in dem Labor eines Instituts Tier-Hybriden züchten. Nebenher verfolgen beide jedoch ein ganz anderes Experiment: die Erschaffung eines neuartigen Lebewesens. Als die Kreatur tatsächlich zu leben beginnt, will es Clive sofort wieder töten. Elsa aber ist dafür, es zunächst am Leben zu erhalten. Es handelt sich dabei um ein menschenähnliches Wesen, das einem so schnellen Wachstum unterliegt, dass Clive und Elsa das Experiment auf einem Bauernhof weiterführen, um es weiterhin geheim halten zu können. Dort jedoch erweist sich die Kreatur als zunehmend unberechenbar.

Mit diesem Film erzählt Natalie sicherlich keine neuartige Geschichte. Die einzelnen Aspekte, die im Verlauf der Handlung auftauchen, kommen zur Genüge in ähnlicher Form in früheren SF-Filmen vor. Stellenweise fühlt man sich allzu sehr an »Species« erinnert. Was man dem Regisseur dennoch zugutehalten muss, ist, dass er es versteht, die Geschichte durchaus dicht zu erzählen. Dabei vollführt er eine Gradwanderung zwischen Kitsch und Horror, wobei zum Schluss eindeutig der Horror überwiegt. Natalies Versuch, das Wesen als tatsächlich fremdartig darzustellen, gelingt nicht ganz. Aus diesem Grunde denkt er sich gegen Ende hin immer neuere Fähigkeiten aus, welche die Kreatur beherrscht und somit als unkontrollierbar erscheinen lassen sollen. So ganz überzeugend wirkt es trotzdem nicht.

Eigentlich weiß man nicht so recht, was man von »Splice« halten soll. Als Kenner seiner beiden vorangegangenen Filme hätte man sich sicherlich etwas anderes vorgestellt. Vincenzo Natalie versucht sich am Mainstream, schafft es aber nicht ganz. Etwas Ähnliches ist ja »Donnie Darko«-Regisseur Richard Kelly mit »The Box« passiert. Was Effekte und Kamera betrifft, ist »Splice« recht gut gemacht. Woran es aber hapert, ist die eigentliche Story.

Copyright © 2010 by Max Pechmann

 

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