Mamoru Oshii
Assault Girls
Produktion: WVG Medien GmbH 09/2011
DVD, PAL, SF
1 Disk, ca. 67 Minuten, Regionalcode 2
FSK 16
Bildformat: 16:9 – 1.77:1
Sprachen/Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Darsteller: Yoshikazu Fujiki, Rinko Kikuchi, Meisa Kuroki
Bonus: Trailer, Behind the Szenes, Interviews, Kurzfilme
Erhältlich u.a. bei Amazon, Preis 13,99 Euro. Eine öde Wüste, garstige Monstren und drei hübsche Mädels, die diesen Monstren zu Leibe rücken – unterstützt von einem Einzelgänger mit sehr großer Waffe.
Ziel ist es, die Monstren zu besiegen, um zu überleben. Und um Punkte zu sammeln …
Aber nicht immer sind Verbündete wirklich Verbündete …
Kurz, sehr kurz fällt diese Zusammenfassung aus und doch möchte ich an dieser Stelle nicht mehr schreiben, um keine Details aus dem Film zu verraten.
Wobei … Nun ja, besonders fiel könnte ich auch gar nicht verraten, denn im Grunde war es das schon.
Eigentlich wäre das ein ziemlich öder Film, so öde wie die Wüste zu Beginn des Streifens. Wenn …
Ja, wenn da nicht das wohl lange, aber keinesfalls langweilige gesprochene Intro wäre, welches die Geschichte der Menschheit aus Sicht eines zukünftigen Kommentators nacherzählt. Bis zu jenem Punkt, an dem jeder SF-Kenner sofort die Ohren spitzt und sich senkrecht in seinem sonst so bequemen Lehnstuhl aufrichtet.
Denn die Menschen spielen ein Spiel, um ihren Neigungen nachzugeben. Eines, das sie ganz in eine Welt eintauchen lässt, in dem sie ihr Ich einbringen können.
Avalon.
Spätestens jetzt sollte auch jedem Leser dieser Rezension klar sein, womit wir es zu tun haben - Mamoru Oshii griff sein bereits 2001 behandeltes Thema wieder auf und entführt die Zuschauer erneut in die Welt der Neun Schwestern, des Gamemasters und eben … Avalon.
Schon die im Intro gezeigten Szenen lassen wohlige Erinnerungen an diesen vielleicht unterschätzten SF seit Blade Runner aufkommen.
Aber anders als in seinem Ursprungsfilm geht es Mamoru nicht erneut um die Frage, was eigentlich real ist und was nicht. Auch spielt Ash leider keine Rolle mehr in diesem Film. Diesmal entschloss sich Mamoru dazu, ein Szenario aus Avalon zu beleuchten, das Spiel nicht zu verlassen und dicht bei den Figuren zu bleiben. Es geht um die öde Welt, Monstren und Punkte – sowie um Verrat und Zweckbündnisse. Auch wenn sich die Figuren über ihr Leben außerhalb Avalons unterhalten und so eine Brücke zwischen Spiel und Realität geschlagen wird.
Der Streifen ist spannend in Szene gesetzt und weiß vor allem mit großartigen Bildern und gelungenen Effekten zu überzeugen. Der größte Bonus des Films dürfte aber nach wie vor Avalon sein, denn allein das Wissen um die Geschehnisse im Original verleihen dem Film eine zusätzliche Würze. Es lohnt sogar, Avalon noch einmal zu schauen, bevor man Assault Girls einlegt. Wer das Original von 2001 nicht kennt, sollte dies ohnehin tun!
Die zusätzlichen Inhalte fallen diesmal üppig aus und wissen zu gefallen; sie werten den Film noch einmal deutlich auf.
Fazit:
Endlich zurück in Avalon. Ein anderer, aber guter Film, der hoffen lässt, dass uns Mamoru auch weiterhin mit Szenen aus dieser fantastischen Spielewelt beglückt.
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