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Filmrezensionen Science-Fiction

ALIEN APOCALYPSE
USA 2005

Regie: Josh Becker
mit Bruce Campbell, Renee O’Connor, Remington Franklin,
Michael Cory Davis, Peter Jason.

Als bekennender Anhänger von Bruce Campbell ziehe ich mir eigentlich beinahe jeden Film rein, der auf den Markt kommt, selbst wenn es ein solch ungeheuerlicher Schund ist wie der vorliegende Streifen.
Ein paar Weltraumfahrer kehren nach 40 Jahren zur Erde zurück und müssen feststellen, dass diese mittlerweile von termitenartigen Aliens unterjocht ist. Hood (Campbell) flieht aus dem Lager, in das er gebracht wurde und beginnt mit der Suche nach dem letzten US-Präsidenten, der irgendwo verschanzt lebt. Mit ihm will er eine Gegenoffensive starten. Auf seiner Suche findet er einige Mitstreiter. Der Präsident entpuppt sich jedoch als ängstlicher Versager, so dass Hood und seine Kumpanen das Heft selbst in die Hand nehmen.
Mein Gott, dass so etwas heute noch gedreht wird!?!
Fassungslos sitzt man vor diesen Film, der für einen US-Kabelsender gedreht wurde, den Mund starr offen, der Sabber der Verzweiflung läuft aus dem Mundwinkel. Was für ein Glück, dass ich ein geradezu perverser Trashfilm-Liebhaber bin, sonst wäre sicherlich nach spätestens fünf Minuten Schluss gewesen.
Es ist eigentlich unmöglich, das zu beschreiben, was man da zu sehen bekommt. Die ganze Welt besteht aus diesem einen Arbeitscamp, einem provisorisch errichteten Dorf und einem Wald. Campbell erfüllt seine Rolle mit der ihm angeborenen Ironie, vermutlich dürfte ihn aber nur der Scheck interessiert haben. Die Computertricks, mit der die Termitenwesen zum Leben gebracht werden, sind schauderhaft. Das Drehbuch und die Inszenierung sind Müll. Im Grunde ist es erschreckend, dass jemand für diesen Blödsinn auch noch Geld ausgibt (Das gilt für die Produzenten wie für die Käufer). Ich habe es getan – aber ich liebe ja auch solche Filme, weshalb ich ihn schon mehr als ein Mal gesehen habe. Jeder aber, der seine fünf Sinne noch irgendwie beisammen hat, sollte von so etwas Abstand nehmen.
Obgleich der Film im Original schon hohl ist, setzt die geradezu stümperhafte und extrem alberne Deutsche Synchronisation noch einen drauf. Auch wenn der Film Schrott ist, eine solche Behandlung hat auch er nicht verdient.

© Norbert Aichele

 

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