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Filmrezensionen Krimi & Thriller

Sieben

Originaltitel: Seven
Regie: David Fincher
Jahr: 1995
Laufzeit: 123 Min.
Land: USA
Genre: Krimi/Thriller
Schauspieler: Morgan Freeman, Brad Pitt, Kevin Spacey, Gwyneth Paltrow, Daniel Zacapa, Andrew Kevin Walker, John Cassini, Bob Mack, Peter Crombie, Reg E. Cathey, R. Lee Ermey, George Christy, Endre Hules, Hawthorne James, Roscoe Davidson
Drehbuch: Andrew Kevin Walker

Eine Woche vor seinem wohlverdienten Ruhestand bekommt Detective William Sommerset den Jungspund David Mills als neuen Partner zugewiesen. Sie ermitteln gegen einen Serienkiller, der von den sieben Todsünden besessen ist und dessen Opfer diese versinnbildlichen...

Nachdem ich mir kürzlich den Grusel-Krimifilm „Der Schrecken der Medusa“ angesehen habe, von dem ich begeistert bin (später gibt’s dazu auch noch eine Rezension), fand ich diesen Film grottenschlecht und so dermaßen langweilig, dass ich gerade mal die erste halbe Stunde des Films durchgehalten habe.
Besagte halbe Stunde wirkt auf mich einfach nur inhaltslos oder vielmehr am Inhalt vorbei. Es wird entweder über unwichtiges Zeug geredet, oder Polizisten streiten sich um Zuständigkeiten. Mag sein, dass das so ist, aber mich interessiert das nicht die Bohne. In dem Zusammenhang: Was haben Polizisten bei Serienmorden zu suchen? Serienmorde fallen in den Bereich „organisiertes Verbrechen“ und sind somit ein Delikt, für den das FBI zuständig ist und nicht irgendwelche Sergeanten des Police Department.
So spannend die grundsätzliche Thematik auch sein mag – und ich muss sagen, dass mir die Grundidee sehr zusagt – aber die Verpackung stimmt einfach nicht. Die eine Hälfte des Films spielt im Dunkeln und die andere ist todlangweilig. Durch Szenen, in denen z. B. ein geplatzter Magen vorkommt (= die erste Todsünde, Maßlosigkeit), an dem ein Opfer gestorben ist, versuchte man wohl, gruselige Spannung zu erzeugen, doch der Schuss ist gründlich nach hinten losgegangen. Die paar lustig gemeinten Sprüche im Film wirken auf mich einfach nur gequält. Ein guter Film muss – zumindest meiner Ansicht nach – den Zuschauer sofort fesseln. Dieser hat es auf jeden Fall nicht getan – wenn ich einen Film nach dreißig Minuten gähnend und gelangweilt ausschalte und nicht den geringsten Dran verspüre, ihn weiter zu schauen, kann er einfach nicht gut sein. Vielmehr hatte ich währenddessen den Eindruck, man habe am Thema vorbeigeredet. Da sehe ich wieder den Vorteil des Buches – da gibt’s keine schlechte Beleuchtung. Serienkiller sind halt ein heikles Thema. Ich weiß nicht, ob die Auflösung in dem Fall eine Überraschung gewesen wäre – aber selbst wenn, wäre das Ergebnis, dass es sich meines Erachtens hierbei um einen wirklich sehr schlechten Film handelt, dasselbe.
Nebenbei: Der Film sollte „Acht“ statt „Sieben“ heißen – was sind schon die sieben Todsünden gegen Langeweile?

© Koopa

 

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