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PossessionRegie: Joel Bergvall, Simon Sandquist Drehbuch: Michael Petroni Produktion: Bob Yari, Nigel Sinclair, Guy East Darsteller: Sarah Michelle Gellar, Lee Pace, Michael Landes USA 2009 Laufzeit: 82 Minuten Seit einigen Jahren werden aufgrund der nicht abflauenden Krise in Hollywood gerne Remakes von asiatischen Horrorfilmen und Mystery-Thrillern produziert. »Possession« spielt hierbei keine Ausnahme. Es handelt sich um die Neuverfilmung eines südkoreanischen Mystery-Dramas, das dort 2002 erfolgreich in den Kinos lief. Die Geschichte dreht sich um die junge Frau Jess, die zusammen mit ihrem Mann und dessen Bruder in einem Haus lebt. Während ihr Mann Ryan als Künstler arbeitet und ihr gegenüber sehr liebevoll ist, erweist sich sein Bruder Roman als zwielichtiger Mensch, der seine Aggressionen nicht unter Kontrolle hat. Eines Tages kommt es zu einem Autounfall, bei dem beide Brüder lebensgefährlich verletzt werden. Als Roman aus dem Koma erwacht, hält er sich jedoch für Ryan. Dieser ringt weiterhin mit dem Tod. Jess versucht, hinter das Geheimnis von Romans Verhalten zu kommen. Befindet sich in ihm tatsächlich die Seele ihres Mannes? Der Film ist sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt, dürfte jedoch den durchschnittlichen Horrorfan eher enttäuschen. Bereits das südkoreanische Original ist mehr Drama als Grusel und konzentriert sich eher auf die Psyche der einzelnen Figuren. Freunde von Romantik-Thrillern haben daher sicherlich mehr ihre Freude an diesem Film. Er ist relativ gut in Szene gesetzt und wirkt vor allem durch seine starke, zwielichtige Atmosphäre. Dies bewirken besonders die düsteren und kalten Farbtöne, mit denen die einzelnen Szenen ausgefüllt sind. Die Handlung entspricht eben der eines Liebesdramas, das mit leichten mysteriösen Zwischen- und Untertönen hantiert. Wirkliche Spannung wird dabei nur am Rande erzeugt, da sich der Film zu sehr auf Jess Gefühlswirrwarr konzentriert und weniger auf eine mögliche Bedrohung, die durch den Unfall hervorgerufen wird. Insgesamt arbeitet der Film verstärkt mit Andeutungen. Diese wirken sich zwar funktionell auf die Gesamtatmosphäre aus, doch bei dem einen oder anderen Sachverhalt hätte Bergvall ruhig ein bisschen konkreter sein dürfen. So wirkt »Possession« in manchen Punkten dann doch etwas zu brav. Übrigens sollte man sich nicht vom Cover irreleiten lassen. Gruselige Gespenster kommen nicht vor. Wem aber Mixturen aus Romantik und Mystery gefallen, kann durchaus einen Blick riskieren. Copyright © 2010 by Max Pechmann |