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Filmrezensionen Krimi & Thriller

Navy CIS: Das letzte Lebewohl
Friends and Lovers (Staffel 4, Episode 15)
USA, 2007
Drehbuch: John C. Kelley
Regie: Dennis Smith
Hauptdarsteller: Mark Harmon (Leroy Jethro Gibbs), Cote de Pablo (Ziva David), Michael Weatherly (Anthony „Tony“ DiNozzo), David McCallum (Dr. Donald „Ducky“ Mallard), Pauley Perrette (Abby Sciuto), Sean Murray (Timothy McGee), Lauren Holly (Jenny Shepard), Brian Dietzen (Jimmy Palmer), Liza Lapira (Agent Michelle Lee)
Länge: Ca. 45 Minuten
FSK: 16

Gibbs’ und sein Team ermitteln im Fall des ermordeten Petty Officers Davidson, der an einem starken Gift gestorben ist. Die Spuren führen zu einem angesagten Nachtklub, den hauptsächlich die Reichen und Schönen frequentieren – und zu einem rätselhaften Serienmörder …
Tony arbeitet in diesem Fall mit einem Kollegen von der Polizei namens Carson zusammen. Gleichzeitig hat er aber auch private Probleme: Seine Freundin Jeanne bekommt immer noch Anrufe von ihrem Ex-Freund …

Mit „Das letzte Lebewohl“ hat sich Sat.1 einen erstklassigen Auftakt zur 2. Hälfte der neuen (inzwischen bereits vierten) Staffel von „Navy CIS“ ausgesucht. Der Plot des Falls ist exzellent - alles andere wäre schlichtweg gelogen. Aufgrund der Genialität, mit der Drehbuchautor John C. Kelley seine Stories konstruiert - hierbei handelt es sich nicht um die erste dieser Art -, ist man schon fast geneigt sich zu fragen, weswegen der Mann sein Talent eigentlich für lediglich 45-minütige Drehbücher verschwendet - solch gute Stories würden dem Thrillermarkt sicher gut tun.

Wie gesagt: Der Kriminalfall ist gut - leider ist die Umsetzung durchwachsen. Mittlerweile muss ich sagen, dass mich die Storyline rund um Tony und seine neue Freundin Jeanne gewaltig stört - dabei war ich anfangs recht positiv darauf eingestimmt. Aber dass jetzt minutenlang über Tonys Libido palavert und dafür die Lösung des Falls nur in einem Halbsatz zum Schluss abgehandelt wird, ist meines Erachtens eindeutig zu viel des Guten! Hier hätten die Privatstories eindeutig gekürzt werden sollen. Nicht, dass ich plötzlich etwas gegen Privatgeplänkel, rote Fäden und Humor hätte - der in dieser Episode übrigens sehr geballt vorkommt -, aber wenn ein so guter Fall so sehr darunter leidet, verdirbt es einem im Nachhinein den Spaß schon.

Die Story hätte zum Beispiel auch auf zwei Episoden verteilt werden sollen - das Potenzial hätte der Kriminalfall durchaus gehabt: Hätte man etwas intensiver ermittelt und wäre man auf das Motiv des Täters eingegangen (was andererseits aus verschiedenen Gründen hätte problematisch werden können ... ), hätte das womöglich für zwei Folgen gereicht. Allgemein habe ich den Eindruck, dass bei der 4. Staffel von „Navy CIS“ die immensen Privatangelegenheiten mit den Kriminalfällen kollidieren: Die Nebenhandlungen sind inzwischen so umfangreich geworden, dass ein besonders spannender Kriminalfall den Rahmen einer einzigen Episode sofort sprengen würde.

Bewertung:





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