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Filmrezensionen Krimi & Thriller - Lewis - Der Oxford Krimi Staffel 3

Lewis - Der Oxford Krimi Staffel 3
Produktion: GB 2008
Deutsche DVD: Edel 2011
DVD, Thriller
4 Disks, ca. 370 Minuten, Regionalcode 0
Altersfreigabe/ FSK: Ab 12 freigegeben
Bildformat: 16:9 PAL
Sprachen/Tonformat: Englisch und Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Regie: Bill Anderson, Bille Eltringham, Maurice Philips
Drehbücher basierend auf einem Roman von Colin Dexter
Darsteller: Kevin Whately, Laurence Fox, Clara Holman, Rebecca Front
Erhältlich u. a. bei Amazon, Preis ca. 29,99 Euro
  • Von Musen und Morden (Allegory of Love)
    Morde geschehen im Umfeld des erfolgreichen Fantasy-Autors Dorian Crane. In welcher Verbindung stehen Schriftsteller, seine Werke und die Toten?
    Als auch Crane selbst zum Opfer wird, spitzt sich die Situation zu. Wer treibt hier sein böses Spiel?
  • Mörder in eigener Regie (The Quality of Mercy)
    Die Vorpremiere einer Oxforder Theatergruppe endet abrupt, als man den Hauptdarsteller erstochen hinter der Bühne findet. Da das Messer noch aus seiner Brust ragt, ist die Mordwaffe rasch gefunden. Aber wer ist der Mörder? Vielleicht ein junger Schauspieler, der seinerseits gerne die Hauptrolle übernommen hätte? Oder gab es ein profaneres Motiv? Geld und Frauen – von einem hatte das Opfer zu wenig, vom anderen zu viel, trieben schon so manchen zur Verzweiflung.
  • Eine Frage der Perspektive (The Point of Vanishing)
    Frisch aus dem Knast und schon tot. So scheint es zumindest, als man die Leiche von Steve Mullan findet. Getrieben von religiösem Wahn wollte er einen bekennenden und überaus populären Atheisten töten – und brachte dabei dessen Tochter in den Rollstuhl.
    Liegt hier das Motiv?
    Fast scheint es so, aber dann stellt sich heraus, dass Mullan lebt und sein Mitbewohner Alex Hadley starb. Wem also galt der Mord?
  • Ein letzter Blues (Counter Culture Blues)
    Von den Toten auferstanden! So zumindest wirkt es, als die gealterte Sängerin Esme Ford plötzlich bei ihrem ehemaligen Liebhaber und Bandleader der berühmten The Addiction auftaucht. Schnell findet sich die Band wieder zusammen. Für Lewis, ein Fan der Band, wäre dies ein Grund zur Freude. Würden sich nicht Morde im Umfeld von The Addiction häufen.

Vier unterschiedliche Fälle, und sie sind alle mehr oder weniger im künstlerischen Umfeld angesiedelt. Höchstens Folge drei fällt ein wenig heraus, aber da ein Protagonist Fernseh-Prediger in Sachen Atheismus ist und damit den Stein einst ins Rollen brachte, passt sie doch wieder ins Bild.
Vier unterschiedliche Fälle also, mit denen sich Lewis und sein Assistent herumschlagen müssen, um am Ende der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.
Dabei geht es überwiegend friedlich zu – abgesehen von den Taten natürlich. Wie bei englischen Krimiserien zurzeit üblich, kommen diese nahezu völlig ohne Verfolgungsjagden, Schießereien und Action aus. Es ist das getragene, englische Leben auf dem Lande, das – wie bei Inspector Barnaby – auch hier den Kontrast zu den meist gewalttätigen Morden setzt.
Natürlich kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz; die beiden Ermittler sind auf ihre Weise verschroben und eher Einzelgänger. Und sie haben beide ihre Fachgebiete, sodass sie sich perfekt ergänzen.
Langweilig ist keine der Folgen; im Gegenteil. Es macht Spaß, dem Duo bei seiner Arbeit zuzuschauen. Und auch die Hintergründe der Taten gestalten sich höchst abwechslungsreich.
Man muss jedoch ein Fan solcher Serien sein. Mag man es lieber herzhaft, ist man hier falsch – und sollte über den großen Teich schauen.

Bild und Ton sind ausgezeichnet, wer des Englischen mächtig ist, kann sich die Folgen auch im Original anhören.

Fazit:
Einmal mehr erfreut uns England mit spannender, unterhaltsamer Thriller-Kost. Ein Muss für Fans solcher Filme!

Copyright © 2011 by Gunter Arentzen

 

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