Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Filmrezensionen Krimi & Thriller - Das Geheimnis der Geisha


Filmrezensionen Krimi & Thriller

Das Geheimnis der Geisha
Originaltitel: Inju
Regie: Barbet Schroeder
Drehbuch: Jean-Armand Bougrelle, Frederique Henri, Barbet Schroeder
Produktion: Said Ben Said
Darsteller: Benoit Magimel, Lika Minamoto, Ryo Ishibashi.
Frankreich/Japan 2008
Laufzeit: 101 Minuten

Frankreichs Filmindustrie ist seit jeher bekannt durch seine spannenden und faszinierenden Thriller. Mit »Das Geheimnis der Geisha« setzt Regisseur Barbet Schroeder noch eins oben drauf.
Der Film handelt von Alex Fayard, einem französischen Bestseller Autor von Kriminalromanen, der sein neuestes Werk in Japan vorstellen will. Er ist fasziniert von dem japanischen Thriller-Autor Shindei Oe, über den sich bizarre Gerüchte ranken. Bisher hat ihn noch niemand zu Gesicht bekommen. Manche halten ihn für einen Psychopathen. Kaum ist Fayard in Japan angekommen, bedroht ihn ein eigenartiger Anrufer während einer TV-Sendung, Japan so schnell wie möglich zu verlassen. Kurz darauf lernt Fayard die Geisha Tamao kennen, die behauptet, Oes Geliebte zu sein. Er verliebt sich in sie und erhofft sich zugleich, nähere Informationen über diesen mysteriösen Autor zu erhalten. Bei seinen Nachforschungen gerät er immer tiefer in ein unheimliches Geheimnis.
Im Grunde genommen handelt Barbet Schroeders neuester Film über das Scheitern. Diese menschliche Tragik verpackt er in eine Mischung aus Mystery und Suspense, die »Das Geheimnis der Geisha« wie einen erstklassigen Hitchcock-Film erscheinen lassen, der bespickt ist mit einer düsteren Erotik. Von Anfang an überzeugt das Werk durch eine dichte und geheimnisvolle Atmosphäre, welche die Handlung elektrisierend vorantreibt.
Alex Fayard, der es hervorragend versteht, Literatur und Film zu analysieren, gerät auf einmal in einen Bereich, der verworrener nicht sein kann. Sein fast schon überhebliches Auftreten wird auf einmal erschüttert. Denn das, was zunächst klar und deutlich erscheint, erhält einen doppelten Boden. Von da an ist nichts mehr so, wie es aussieht. Doch von der Idee besessen, den eigentlichen Charakter des ominösen Schriftstellers Shindei Oes in seinen Werken erkannt zu haben, glaubt er, letztendlich als Sieger hervorzugehen. Barbet Schroeder nutzt diese Grundlage, um damit sowohl die Figur Alex Fayard als auch den Zuschauer an der Nase herumzuführen. Die klassische Variante des »Who’s done it« verbindet sich dabei mit modernen und postmodernen Thrillereigenschaften, die für eine stets präsente Atmosphäre der Unsicherheit und des Unheimlichen sorgen. Dies alles führt dazu, dass »Das Geheimnis der Geisha« keine Sekunde langweilig ist, sondern durchweg hochgradige Spannung liefert.

Bewertung:



© Max Pechmann

 

© by 2009
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox