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The DisappearedRegie u. Produktion: Johnny Kevorkian Drehbuch: Johnny Kevorkian, Neil Murphy Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton, Finley Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming, Benedict Martin England 2008 Laufzeit: 96 Minuten Englands Sozialdramen sind bekannt durch die Darstellung düsterer und ausweglos erscheinender Lebenssituationen meist arbeitsloser Menschen. Der junge Regisseur Johnny Kevorkian benutzt die hoffnungslos wirkende Atmosphäre dieses Genres, um es mit den Aspekten eines Horrorfilms zu verbinden. Das Ergebnis ist mehr als nur gut. Johnny Kevorkian gelingt es, die düstere, kalte Architektur der Wohngebäude, die kahlen, dunklen Wohnungen sowie die triste Umgebung einzubeziehen in eine unheimliche Geschichte, die aufgrund dessen eine Atmosphäre der Beklemmung entwickelt, wie sie in nur wenigen aktuellen Horrorfilmen zu finden ist. Die Gegend, die gekennzeichnet ist von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, erweist sich schließlich als ein Ort, in dem das Unheimliche und das Grauen Platz gefunden haben. Den gesamten Film über dominiert ein gefühlloses Grau, das nicht nur die soziale Situation wiedergibt, sondern die Seelenzustände der Protagonisten widerspiegelt. Die kaputten Familienverhältnisse intensivieren sich noch dadurch, da ein Mitglied auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Das Unheimliche wirkt hierbei nicht wie aufgesetzt, sondern ist von Kevorkian ästhetisch einwandfrei in die Situation eingebunden. So gibt es im Grunde genommen kaum Schnittstellen zwischen Phantastik und Realität, dafür um so mehr Überraschungen, die erzähltechnisch sehr gelungen sind, da sie eigentlich klassisch sind. Somit wird »The Disappeared« zu einem handwerklich äußerst geschickten Gruselfilm. © Mac Pechmann |