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Filmrezensionen Horror / Grusel - Sundown - Rückzug der Vampire

Sundown - Rückzug der Vampire
Originaltitel: Sundown -The Vampire in Retreat
Regie und Drehbuch: Anthony Hickox
Produktion: Jefferson Richard
Darsteller: David Carradine, Bruce Campbell, Morgan Brittany, Jim Metzler, Maxwell Caulfield
USA 1989
Laufzeit: 104 Minuten

Es gibt Vampirfilme und es gibt Vampirfilme. Anthony Hickox drehte mit »Sundown« eindeutig einen überaus originellen Vampirfilm, der zugleich Western, Action, Splatter und Satire ist. Die Geschichte spielt in der Wüstenstadt Purgatory, die von dem Fürsten Graf Mardulak beherrscht wird. Hier leben die letzten Vampire zurückgezogen und ernähren sich von Kunstblut. Einer Gruppe Blutsauger möchte jedoch wieder den alten Zustand herstellen und giert nach echtem Menschenblut. Daraus entwickelt sich schließlich ein Konflikt, der mit Eichenholz geladenen Pistolen und Armbrüsten ausgefochten wird. Mitten drin eine vierköpfige Familie, die zunächst glaubt, dass die Bewohner dieser Kleinstadt nicht alle Tassen im Schrank haben.
Wie bereits in »Waxwork«, zeichnet sich Anthony Hickox auch in »Sundown« als Meister der Groteske aus. Der Film ist gefüllt mit skurrilen Ideen, witzigen Charakteren und jeder Menge Action. Eigentlich besteht beinahe die Hälfte des Films aus einem einzigen Herumgeballere. Und da es sich hierbei ja auch um einen Western handelt, kommt es beim Finale auch zum Duell zwischen Gutem und Bösewicht.
Um sich den Anschein einer normalen Stadt zu bewahren, wagen sich die Vampire auch bei Tageslicht hinaus. Allerdings nicht ohne sich zuvor mit Sonnencreme einzuschmieren. Daraus ergibt sich natürlich eine Reihe nicht enden wollender Gags sowie purer Situationskomik. Anthony Hickox versteht es hierbei, den Witz und die Ironie gekonnt auszureizen. Trotz allem Humor gelingen ihm zugleich auch klassische Szenen, die sich stark an den Filmen der Hammer-Productions orientieren, und zeigen, dass Hickox sein Handwerk versteht. Man kann hier nur sagen: Es ist ein großes Glück, dass Anthony Hickox überhaupt jemanden gefunden hat, der sein Vorhaben mitfinanzierte. So gelang eine wahre Genreperle, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

© Max Pechmann

 

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