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Filmrezensionen Horror - Prey - Outback Overkill

Prey - Outback Overkill
Australien 2008
Deutsche DVD: Musketier Media 03/2011
DVD, Horror
1 Disk, ca. 83 Minuten
Altersfreigabe/ FSK: Ab 18
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen/Tonformat: Englisch und Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Regie: Oscar D'Roccster
Produktion: Robert Lewis Galinsky, Elizabeth Howatt-Jackman
Drehbuch: John V. Soto, George T. Miller
Musik: Dale Cornelius
Schnitt: Dale Cornelius
Darsteller: Natalie Bassingthwaighte, Jesse Johnson, Jesse Johnson, Natalie Walker, Christian Clark, Kristin Sargent, Nicholas Bell u. a.
Preis ca. 12,99 Euro

Kate, Matt, Ling, Jason, Annika und Gus, sechs recht unterschiedliche Freunde, planen einen Ausflug ins australische Outback, um sich dort von den täglichen Strapazen zu erholen.
Doch schon zu Beginn der Reise merken Gus und Kate, dass etwas nicht stimmt. Während Kate von Alpträumen geplagt wird, glaubt Gus, einen Menschen überfahren zu haben.
Als dann auch noch das GPS sowie der Kompass im Wagen ausfallen und sie in einer abgelegenen Gegend im Kreis fahren, verdichtet sich die Bedrohung mehr und mehr.
Wer oder was hat hier seine Hände im Spiel und wie sollen sie dem Grauen entfliehen, das sich wie ein Netz um sie legt – und bald schon sein erstes Opfer fordert?

Spätestens seit Rec. wissen wir, dass gute Horrorfilme nicht nur aus den USA kommen. Europa holt auf, Asien ist ohnehin seit Jahren eine feste Größe, geht es um Mystery und Horror.
Doch auch Australien hat nicht nur Nachbarn und McLeod’s Töchter zu bieten. Mit Black Water oder Wolf Creek bewiesen die Filmemacher Down Under, dass sie ihr Handwerk verstehen.
Nun also kommt der bereits 2008 entstandene Film Prey – Outback Overkill in die deutschen Regale, und zwar in der ungeschnittenen Fassung. Oder, um es mit den Worten von Berlins Bürgermeister Wowereit zu sagen: »… und das ist auch gut so!«
Die Geschichte selbst strotzt nicht unbedingt vor Innovationen, aber hey – das muss eine Story auch nicht immer. Zumindest ist in diesem Fall, so viel sei verraten, nicht der psychopatische Serienmörder unterwegs, der mit Axt und Messer bewaffnet die Freunde abschlachtet. Nein, in diesem Film ist tatsächlich Übernatürliches am Werke, und das macht Prey zu einem echten Horrorstreifen.
Hübsche Aufnahmen des australischen Outbacks, ordentlicher Humor zu Beginn des Films sowie unterschiedliche und damit durchaus interessante Charaktere verleihen Prey eine gewisse Würze, die den Streifen angenehm von anderen, rasch produzierten Horrorfilmen abhebt. Während sich Hollywood also auf die x-te Folge einer inzwischen sattsam bekannten Serie verlässt, kommt neuer Stoff aus anderen Teilen der Welt. Erfrischend, anders, spannend. Zumal der Film den Zuschauer auch noch nicht loslässt, wenn der Abspann über die Mattscheibe flimmert, denn gerade die letzte Szene hat es noch einmal in sich.
Die Musik im Film ist gut gewählt; hier bekommt man Lust, sich den Soundtrack zu besorgen.

Fazit:
Gut gemachter Horror ohne Längen. Daumen hoch für Prey!

Copyright © 2011 by Gunter Arentzen

 

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