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MotherRegie u. Drehbuch: Bong Joon-Ho Produktion: Miky Lee Darsteller: Kim Hye-Ja, Won Bin Südkorea 2009 Laufzeit: 124 Minuten Regisseur Bong Joon-Ho produzierte vor wenigen Jahren mit dem Monsterfilm »The Host« einen der kommerziell erfolgreischsten koreanischen Filme. Er hätte sicherlich auf dieser Ebene weitermachen können. Doch stattdessen schlägt er mit »Mother« ganz andere Töne an. In dem Film geht es um eine Mutter, die allein mit ihrem geistig zurückgebliebenen Sohn in einer kleinen Stadt wohnt. Eines Tages kommt es dort zum Mord an einer Schülerin. Sofort wird ihr Sohn verdächtigt und eingesperrt. Die Mutter ist allerdings von seiner Unschuld überzeugt. In ihrer Verzweiflung geht sie selbst dem Fall nach und versucht, herauszubekommen, wer der eigentliche Täter ist. »Mother« ist ein sehr ruhiger Film, der trotz einer Länge von zwei Stunden keineswegs langweilig wird. Mit einem Hauch schwarzen Humor und leichten satirischen Untertönen beleuchtet er den Charakter einer einsamen Frau, die in ihrer Verzweiflung alles versucht, um ihren Sohn zu retten. Dabei schwelgt er geradezu in wunderschönen Aufnahmen und schafft dabei ein ästhetisches Werk über Schuld und Gerechtigkeit. Sämtliche Figuren erscheinen in einer zwielichtigen Perspektive, woraus sich eine große Anzahl an Verdächtigen ergibt. Auch wenn sich der Film eher als Drama gibt, erscheinen dadurch auch subtile Thriller-Elemente. So schleichen sich immer wieder düstere Farben in das Geschehen und Orte erhalten eine unheimliche Atmosphäre. Die Aufforderung der Mutter an ihren Sohn, sich endlich zu erinnern, was in der Mordnacht tatsächlich geschehen ist, führt noch viel düstere Geheimnisse zutage. Fazit: Copyright © by Max Pechmann |