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Meat GrinderOriginaltitel: Chewat Gon Chim Regie und Drehbuch: Tiwa Mocithaisong Darsteller: Mai Charoenpura, Anuway Niwarthong, Wiradit Srimalai Thailand 2009 FSK: 18 Laufzeit: 99 Minuten Thailändische Horrorfilme nehmen sich stets japanische oder US-amerikanische Produktionen als Vorbild. Das in Thailand noch recht junge Genre lieferte dennoch eine Anzahl interessanter Beiträge, die zum Teil von Hollywood wiederverwertet wurden. In der noch immer anhaltenden Retro-Phase des Horrorgenres produziert nun auch die thailändische Filmindustrie Filme mit hohem Gewalt- und Splatter-Potential, die sich an den amerikanischen Produktionen der 70er Jahre orientieren. Mocithaisongs Film versucht, den Zuschauer zu verstören, was ihm jedoch nur ansatzweise gelingt. Er ist auf jeden Fall kein dumpfer Splatterfilm, von denen zurzeit der Markt geradezu überschwemmt wird, sondern bietet eine hochgradige Optik, unterschiedliche Tempi, die von Zeitlupe bis verwackeltes Stakkato reichen und sich dabei ständig abwechseln und überschneiden, sowie eine äußerst verschachtelte Geschichte, die dem Zuschauer sehr große Aufmerksamkeit abverlangt, um sie nachvollziehen zu können. Es geht dabei in der Hauptsache um die Hintergrundgeschichte von Buss, die erklärt, wie sich ihr Charakter im Laufe ihres Lebens ins Krankhafte verändert hat. Der Regisseur bringt alles in einen größeren Zusammenhang, durch den er scharfe Kritik an der thailändischen Gesellschaft und vor allem der Regierung übt. Dadurch gelingt es ihm, die Hauptfigur nicht als reine Täterin darzustellen, sondern ihr zugleich eine Rolle als Opfer zuzuweisen. Alles in allem ist »Meat Grinder« ein guter Psycho-Horror, der auch in ästhetischer Hinsicht Pluspunkte erlangt. © Max Pechmann |