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Filmrezensionen Komödie - Lesbian Vampire Killers

Lesbian Vampire Killers

Regie: Phil Claydon (»Alone«)
Buch: Stewart Williams, Paul Hupfield
Musik: Debbie Wiseman
Darsteller: James Corden (Fletch), Mathew Horne (Jimmy), Myanna Buring (Lotte), Silvia Colloca (Carmilla), Vera Filatova (Eva), Ashley Mulheron (Trudi), Louise Dylan (Anke), Lucy Gaskell (Judy), Paul McGann (Vicar; bekannt aus Königin der Verdammten, Alien 3, Das Reich der Sonne)

Momentum Pictures
Großbritannien 2009
Laufzeit: 82 Minuten
Special Features: Making Of, Audiokommentar Phil Claydon, Webisodes ...
Genre: Horror-Komödie

Vor Jahrhunderten wurde die Vampirkönigin Carmilla getötet, doch bevor sie enthauptet wurde, belegte sie den englischen Ort Cragwich mit einem Fluch: Jede Jungfrau verwandelt sich an ihrem 18. Geburtstag in einen lesbischen Vampir.
In der Jetztzeit treffen sich die Freunde Jimmy und Fletch in einem Pub. Jimmy wurde mal wieder von seiner Freundin verlassen und Fletch hat seinen Job als Clown verloren, da er einen 7jährigen geschlagen hat. Gemeinsam beschließt man einen Abenteuerurlaub. Ein Dartpfeil, geworfen auf eine Landkarte Englands, soll das willkürliche Ziel markieren. Der Pfeil trifft natürlich ausgerechnet Cragwich.

Doch kaum in diesem öden Dorf angekommen, treffen die beiden Jungs auf einen alten Bus mit 4 sexy Folklore-Studentinnen und im örtlichen Pub auf einen seltsamen Vikar, der Hilfe sucht.
Auf dem Weg zu einem abgelegenen Landhaus, in dem sie gratis übernachten können, begegnen Jimmy und Fletch im Wald den Studentinnen, die das gleiche Ziel haben und deren Bus liegen geblieben ist.
Mit genügend Bier und allerlei zu Rauchen lassen die Sechs im Landhaus eine Party steigen. Doch es dauert nicht lange, bis sie feststellen müssen, dass sie in der Einöde nicht alleine sind. Die titelgebenden lesbischen Vampirinnen tauchen auf, verwandeln, bis auf Lotte, die übrigen Studentinnen in ihresgleichen wie auch Jimmys Freundin, die überraschend auftaucht und somit kann das muntere Metzeln beginnen. Jimmy und Lotte werden entführt und zur Gruft Carmillas verschleppt. Die Vampirinnen wollen Ihre Königin mit dem Blut Lottes, die noch Jungfrau ist, wieder zum Leben erwecken. Aber auch der Vikar, der Angst um seine Tochter hat, die kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht, erscheint wieder auf der Bildfläche und gemeinsam mit Fletch will er dem unheiligen Treiben ein Ende setzen.

Regisseur Claydon versteht sein Handwerk und kennt das Genre. Mit diesem B-Picture, das jedoch niemals wirklich billig wirkt, parodiert er den Vampirfilm und schafft mit »Lesbian Vampire Killers« ein Genre-Highlight, welches ganz in der Tradition von sogenannten Spoof-Movies wie »Shaun Of The Dead« und »Hot Fuzz« steht, aber auch Anleihen z.B. bei Sam Raimi`s »Evil Dead« nicht verhehlen kann.
Im Mittelpunkt stehen natürlich die ganzen spärlich bekleideten und überaus attraktiven Mädels, die mit ihren großen Brüsten und oft kieksenden Stimmen so manches Klischee bedienen. Hinzu kommen noch Fletch`s Macho-Sprüche und die Verwendung einer immensen Anzahl der Four-Letter-Words »Fuck« und »Shit«.
Trotzdem kommt das Ganze nie schmuddelig rüber und ich würde Phil Claydon auch keine sexistischen Intentionen unterstellen. Dieser Film ist einfach ein großer Spaß, sowohl für die Zuschauer als auch alle Beteiligten. (Man sollte sich hier auf jeden Fall auch die Special Features der DVD ansehen.) Beim Töten der Vampire sind die Drehbuchautoren sehr kreativ; die Special Effects sind mehr als o.k.; das Setting schön gruselig; die Musik ironisierend (»Under The Moon Of Love«) und allein der Fluch Carmillas zu Beginn herrlich satirisch. Sicherlich zielt »Lesbian Vampire Killers« in erster Linie auf ein männliches Publikum ab, aber die Männer bekommen auch ihr Fett weg, denn Jimmy und Fletch sind vom Grunde her zwei spießige Loser, die in eine Situation stolpern, die sie völlig überfordert und die ohne die toughe Lotte aufgeschmissen wären. Doch wie gesagt, man sollte diesen Film wirklich nicht ernst nehmen und einfach, bei einem Bier, seinen Spaß daran haben, denn unterhaltsam ist er auf jeden Fall.
Das Ende, mit einer Verbeugung vor »Supernatural«, gibt einen Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung, dann aber mit schwulen Werwölfen.

Copyright © 2010 by Stefan Bellack

 

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