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LARVA USA 2004
In einem kleinen US-Nest kommt es zu merkwürdigen Todesfällen in der Tierwelt. Kleine Parasiten nisten sich im Organismus der Tiere ein und fressen sie dann von innen heraus auf. Der ortsansässige Tierarzt geht der Sache nach und stellt fest, dass diese Parasiten auch vor Menschen nicht halt machen. Ein verzweifelter Kampf gegen die Laune der Natur beginnt. Der Film hat wirklich alles, was den Tier-Horror-Blödsinn von damals ausmachte. Das beginnt schon mit der ländlichen Gegend, in der einfältige Farmer das Geschehen wie immer ganz und gar nicht begreifen wollen. Überhaupt wirken die Charaktere, als hätten sie einen Zeitsprung um 30 Jahre gemacht. Allen Warnungen zum Trotz glauben sie an sich und ihre heile Welt. Der Tellerrand ist viel zu hoch für sie, um drüber sehen zu können. Da bedarf es eines Mannes, der neu in diesem Ort ist, der ihnen dann sagt, was Sache ist. Und fehlen darf natürlich auch nicht die junge Frau, die aus einer dieser einfachen Familien kommt und mit dem Helden den Kampf gegen das Böse aufnimmt (und sich natürlich in den Helden verliebt). Ich frage mich auch, was Tim Cox für ein Regisseur ist. Seine Bildsprache und seine Schauspielerführung sind so hoffnungslos veraltet, dass man darüber ständig schmunzeln muss. Der ganze Film ist somit komplett ein Produkt, das genau so auch vor 30 Jahren hätte entstanden sein können – so etwas muss man erst mal können. Boaz Davidson produziert schon seit einigen Jahren hübsche kleine Horror- und SF-B-Filme für die ehemalige Direct-To-Video Firma NU IMAGE, die allesamt auf klassischen Themen beruhen, somit Altfans wie mir das Gefühl geben, nach Hause zu kommen. Titel wie SHARKMAN, MOSQUITO MAN, CREATURE oder KILLER CROCODILE sind Programm. Von allen ist aber LARVA der gelungenste Recycling-Film, weil er schlicht und ergreifend authentisch ist. © Norbert Aichele |