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Rezension - Der Nebel

Der Nebel
Nach einer Novelle von Stephen King


Laufzeit 123 Minuten (Überlänge)
Jahr: 2007/2008
Regie und Drehbuch: Frank Darabont
Mit Thomas Jane, Marcia Gay Harden, Andre Braugher u.a.

Inhalt:
Nach einem heftigen Unwetter zieht in einer amerikanischen Kleinstadt sehr dichter Nebel auf. Die Bewohner denken sich noch nichts Besonderes dabei und sind damit beschäftigt, ihre durch das Unwetter entstandenen Schäden zu reparieren. So auch der Haupt-Akteur David Drayton. Er fährt gemeinsam mit seinem Nachbarn und seinem 5-jährigen Sohn in den nahegelegenen Ort, um Besorgungen im Supermarkt zu machen. Außer ihm sind aus dem gleichen Grund viel mehr Leute dort, als es normalerweise der Fall ist.
Nachdem der immer dichter werdende Nebel auch bis in den Ort und somit bis zum Supermarkt vordringt, verschanzen sich die Kunden dort. Einige vermuten, andere wissen und wieder andere glauben nicht, dass sich etwas Grausames im Nebel verbirgt. Erst, nachdem sie in der Nacht, immer noch eingeschlossen im Laden, merkwürdige, riesige Insekten auf den Scheiben sitzen sehen, glauben alle, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch was ist die Ursache für dieses Grauen? Die Rache Gottes, wie eine ortsbekannte Heilspredigerin vermutet? Oder liegt dem ganzen eine irdische Ursache zugrunde? Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu, denn nicht nur Wesen im Nebel bedrohen die Menschen, sondern auch die Furcht lässt die Kunden des Supermarktes irrational handeln...

Zum Film:
Der Anfang des Filmes zieht sich ein wenig in die Länge. Meinem Erachten nach hätte man das ein wenig kürzer gestalten können. Man beginnt sich zwar nicht zu langweilen, aber da der Film mit seinen 123 Minuten doch Überlänge hat, wäre es nicht tragisch gewesen und hätte auch nicht den Sinn und die Spannung kaputt gemacht, wenn er auf eine Laufzeit von ca. 90 Minuten beschränkt gewesen wäre.
Die Umsetzung der Szenen ist den Machern recht gut gelungen, die Spezialeffekte wirken auch relativ realistisch, sofern man überhaupt von Realität sprechen kann. Sie erzeugen Spannung.
Auf die Nerven ging mir als Zuschauer die Akteurin, die sich immer wieder auf Gottes Rache bezog. Aber ich denke, genau so sollte es auch sein. Als sie später ihr Ende findet, applaudierten sogar die Kinozuschauer. Und ein „na endlich“ ging durch den Saal. Ein Beweis dafür, dass man in das Geschehen sozusagen mit eintaucht.
Ich dachte immer wieder daran, was wohl die Ursache für den Nebel und die Kreaturen darin war. Erst relativ spät wird man darüber aufgeklärt, was in gewisser Weise aber auch meine Spannung steigerte und den Eindruck der Ausweglosigkeit der Situation aufrecht erhielt.
Spektakulär ist das Ende gemacht. Man sieht selbst keinen Ausweg mehr, genau wie die übriggebliebenen Protagonisten. Man fragt sich, wie das denn jetzt zu Ende gehen wird. Bei einem Stephen King-Film ist ja nicht wirklich mit einem Happy-End zu rechnen, obwohl es durchaus eines geben könnte, es würde hier hin passen, doch wird der Zuschauer am Schluss einfach stehen gelassen mit den Gedanken bei dem tragischen Schluss …
Sehr gut gewirkt hat das auf fast alle Kinobesucher. Normalerweise kenne ich es so, dass noch während des Abspanns die meisten Leute den Saal verlassen, jedoch regte sich kaum etwas. Die meisten waren noch mitten drin in der Story und mir ging es nicht anders. Man wurde einfach alleine gelassen und genau das fand ich absolut Klasse als Finish für den Film.

Fazit:
Alles in allem ein schöner Film, der einen zwar nicht unbedingt vom Kinosessel haut, aber durchaus sehenswert ist. Die Horrorszenen nehmen nicht überhand und es wirkt nicht kitschig. Allerdings gibt es bessere King-Filme, wie zum Beispiel „The Green Mile“.

Bewertung:


© Tommy Tohang

Mehr zu diesem Film, siehe HIER
Mehr zur Novelle von Stephen King, siehe HIER

 

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