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Rezension - Der Fluch der 2 Schwestern

Der Fluch der 2 Schwestern
Originaltitel: The Uninvited

Regie: The Guard Brothers (Charles und Thomas Guard)
Drehbuch: Craig Rosenberg, Doug Miro, Carlo Bernard
Produktion: Walter F. Parkes, Laurie MacDonald, Roy Lee
Darsteller: Emily Browning (Anna), Arielle Kebbel (Alex), Elizabeth Banks (Rachel), David Strathairn (Vater)
USA 2009
Laufzeit: 84 Minuten
DVD-Extras: Entschlüsselt: Der Fluch der 2 Schwestern - Entfernte Szenen - Alternatives Ende

Die Suizid gefährdete Anna, hat, nach dem Tod ihrer kranken Mutter im Feuer einer Explosion, 10 Monate in einer Nervenheilanstalt verbracht und wird nun als geheilt entlassen. Ihr Vater, ein Schriftsteller und nun liiert mit der Krankenpflegerin Rachel, bringt Anna nach Hause. Am meisten freut sie sich auf das Wiedersehen mit ihrer Schwester Alex. Die beiden waren schon immer eng miteinander verbunden und haben immer alles gemeinsam unternommen. Annas scheinbares Glück wird jedoch gestört von Rachel, die offensichtlich ihren Vater ganz für sich haben und ihn seinen Töchtern entfremden will. Geplagt von Visionen ihrer toten Mutter und ihr unbekannter, offensichtlich ebenfalls toter, Kinder, kristallisiert sich bei Anna immer mehr der Verdacht heraus, dass Rachel nicht die ist, die sie vorzugeben scheint. Gemeinsam mit ihrer Schwester stellt sie Nachforschungen an und weitere unerklärliche Ereignisse scheinen den beiden recht zu geben.

Bei »Der Fluch der 2 Schwestern« handelt es sich mal wieder um das amerikanische Remake eines erfolgreichen asiatischen Horrorstreifens, konkret um den koreanischen Film »A Tale Of Two Sisters« aus dem Jahre 2006.
Angeblich war die Story des Originals, welches ich nicht kenne, zu komplex und zu verwirrend, um 1:1 übernommen zu werden. Anscheinend hält man das westliche Genre-Publikum für nicht intelligent genug, um auch einem anspruchsvollen Plot folgen zu können. Auf jeden Fall wurde das Drehbuch zumindest US-amerikanischen Sehgewohnheiten angepasst und entsprechend umgeschrieben.
Auch ohne Vergleichsmöglichkeiten muss ich sagen, dass »Der Fluch der 2 Schwestern« ein spannender Thriller geworden ist. Atmosphärisch dicht werden die Horrorelemente eher sparsam eingesetzt, wobei der Zuschauer manches Mal im Unklaren ist, ob er wieder nur Zeuge einer Vision/eines Traumes von Anna war oder ob sie die Erscheinungen tatsächlich heimgesucht haben.
Die Hauptstory erinnert stark an böse Stiefmutter-Filme wie »The Good Mother«/»Glass House« und Elizabeth Banks erledigt hier wirklich einen guten Job als omnipräsente Rivalin der beiden Schwestern. Etwas farblos und auch unterfordert in seiner Rolle bleibt hingegen David Strathairn als Vater von Anna und Alex.
Autoren und Regisseure verstehen es, den Zuschauer in Sicherheit zu wiegen, machen ihn Glauben, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen und warten am Schluss dann mit einem überraschenden, unerwarteten Twist der Geschichte auf, der dann doch für die eine oder andere Ungereimtheit entschädigt.

Insgesamt ein subtiler, spannender und solider Horrorthriller, der mit Sehgewohnheiten spielt und am Ende doch überzeugen kann.

Bewertung:



© Stefan Bellack

 

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