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Filmrezensionen Horror - Bloody Mallory

Bloody Mallory
Die Dämonenjägerin

Regie: Julien Magnat
Drehbuch: Julien Magnat, Stephane Kazandjian
Musik: Kenji Kawai (The Ring, Ghost In The Shell)
Darsteller: Olivia Bonamy (Mallory), Adria Collado (Pater Carras), Papillon (Vena Cava), Laurent Spielvogel (Papst/ Abbadon), Valentina Vargas (Lady Valentine)
Frankreich/ Spanien 2002
DVD-Veröffentlichung: 17.05.2004
Laufzeit: 92 Minuten
Ton: Deutsch-Dolby Digital 5.1 & DTS, Französisch-Dolby Digital 5.1
DVD-Extras: Making Of
FSK: 16
Genre: Horror

Im Auftrag der französischen Regierung bekämpfen Mallory und ihr Team paranormale Phänomene. Im pinkfarbenen Leichenwagen unterwegs sind neben Mallory Vena Cava (eine Drag Queen und Sprengstoffspezialistin), Talking Tina (Telepathin und in der Lage, geistig fremde Körper zu übernehmen, egal ob Mensch oder Tier) und Inspektor Durand, der offizielle Teamleiter.
Ein Auftrag führt die bunte Truppe in ein Kloster, in dem Nonnen von Ghulen gefangen genommen wurden. Doch die Befreiungsaktion läuft schief. Durand kommt zu Tode, Tina fällt ins Koma und die Nonnen gebären ghuligen Nachwuchs.
Parallel hierzu wird in Paris der Papst während einer Ansprache entführt. Mallory soll den Papst finden und retten. Die Spur führt sie durch eine Art Dimensionstor in ein schon vor Jahren verschwundenes Dorf. Unterstützt von Pater Carras, einem Überlebenden der päpstlichen Leibwache, findet Mallory den Papst, der - wie sich im Laufe der weiteren Handlung herausstellt - in Wirklichkeit der Dämon Abbadon ist, ein gefallener Engel, dessen Plan eine Welt ohne Menschen ist. Unterstützt wird er bei seinem Vorhaben von der Vampirin Lady Valentine, der Gestaltwandlerin Morphine und einer ganzen Armee von Ghulen. Mallory und ihr Team sind bald die Einzigen, die zwischen Abbadon und der Vernichtung der ganzen Menschheit stehen.

Bloody Mallory ist ein Film, der wie ein knallbunter Comic daherkommt. Autor und Regisseur Magnat mixt Cyberlook mit Cosplay, Fetisch mit Manga. Der Film ist absolut trashig, aber nicht minder kurzweilig. Das Drehbuch hat einiges an originellen Ideen zu bieten, doch leider fehlten zum Teil Zeit und Geld, um diese adäquat umzusetzen. Ein Film, den man nicht mit irgendwelchen Hochglanzproduktionen Hollywoods vergleichen darf, der aber, wenn man bereit ist, sich auf ihn einzulassen, seinen ganz eigenen Charme entwickelt. Darstellerisches Unvermögen wird durch ein hohes Maß an Theatralik wettgemacht. Kulissen werden aufgrund des niedrigen Budgets auch mal mehrfach verwendet. Masken, oft mit viel Liebe zum Detail angefertigt, und selbst ein animatronisches Monster, der Berserker, kommen zum Einsatz. Auch den ein oder anderen Splattereffekt gibt es zu bestaunen wie z. B. platzende Nonnen und plötzlich kopflose Dämonensklaven. Selbst hieran merkt man, dass sich der Film nicht ganz ernst nimmt, selbstironisierend ist und einfach das Beste aus den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln herausholt. Auch ein Roger Corman hat damals in den 50er und 60er Jahren mit oft wenig Mitteln aber viel Improvisationstalent die ein oder andere Perle des Genre Films geschaffen. Magnat ist auf jeden Fall ein netter Halloween-Gruselspaß gelungen, dem man auch noch nach einigen Jahren seines Debuts goutieren kann.

Bloody Mallory fährt eine ganze Menagerie an genrespezifischen Monstrositäten auf: Dämonen, Vampire, Ghuls, Gestaltwandler, Zombies, Monster.
Manche Schwachpunkte des Films werden durch viel Engagement der Beteiligten wie auch eine gehörige Portion Kreativität sowie Originalität wieder ausgeglichen. Ein Film von Genre-Fans für Fans des Genre. Viel Spaß und »Fuck Evil!«

Copyright © 2011 by Stefan Bellack

 

© by 2011
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