Blood - The Last Vampire
Regie: Chris Nahon
Action-Regie: Corey Yuen
Drehbuch: Chris Chow
Darsteller: Gianna Jun (Saya), Allison Miller (Alice McKee), Koyuki (Onigen), Yasuaki Kurata (Kato Takatora), JJ Feild (Luke), Liam Cunningham (Michael)
Japan 2009
Laufzeit: 85 Minuten
DVD-Extras: Making Of, Darstellerinfos
Im Japan des 16. Jahrhunderts, während des Onin-Krieges, traten vermehrt Blutsauger auf, Dämonen, die menschliche Gestalt annahmen. Der Samurai Kiyomasa jagte die Dämonen, wurde aber von deren Oberhaupt, Onigen, ermordet.
Die unsterbliche Halbvampirin/-dämonin Saya, Tochter des Samurai, jagt seit Jahrhunderten diese finsteren Mächte und sucht die Konfrontation mit Onigen, um ihre Rache zu vollenden.
Einst trainiert und ausgebildet von Kato Takatora, arbeitet sie mit einer Schattengesellschaft, dem Ältestenrat, zusammen, durch die sie Informationen über Aufenthaltsorte der Dämonen erhält und die, nach getaner Arbeit, die Spuren der Morde beseitigen.
Im Tokyo des Jahres 1970 wird Saya als Schülerin auf die amerikanische Yokota Airbase eingeschleust, da sich dort Massen dieser unnatürlichen Wesen befinden.
So gibt es reichlich Arbeit für Saya und ihr Katana.
Saya rettet mehrfach Alice, die Tochter des Generals McKee, der ermordet wurde, als er eigene Nachforschungen anstellte, aus lebensgefährlichen Situationen, bis sie am Schluß Onigen in einem Kampf auf Leben und Tod gegenübersteht.
Bei »Blood-The Last Vampire« handelt es sich um die Realverfilmung des gleichnamigen Animes aus dem Jahre 2000.
Die Halbvampirin/-dämonin (beide Begriffe finden im Film Verwendung) Saya, verfügt über eine Seele, muß aber Blut trinken, um bei Kräften zu bleiben. Mit ihrem Katana metzelt sie sich wortkarg durch das recht dürftige Storygerüst. Der Bodycount ist hoch, das CGI-Blut spritzt in wahren Fontänen. Womit wir, neben der mageren Geschichte, gleich beim nächsten Schwachpunkt dieses Films sind, den veralteten Animationseffekten. Besonders grausig wird`s als ein Dämon in seiner wahren Gestalt als geflügeltes Monster Jagd auf Saya und Alice macht und dabei zur reinen Lachnummer verkommt. Hier diente wohl »Gargoyles-Flügel des Grauens« als schlechtes Vorbild, bei dem die Ungeheuer genauso mies animiert sind.
Der Absturz des LKW`s bei der Verfolgungsjagd hätte auch 1:1 aus einem Computerspiel stammen können, so billig ist diese Szene umgesetzt.
Und warum das Blut grundsätzlich computeranimiert ist, vermag uns wohl nur der Regisseur zu erklären. Soll dies eventuell ein besonderes Stilmittel gedacht sein oder haben auch hier in erster Linie Kosten und Zeit eine Rolle gespielt?
Leider sind auch die Actionszenen oft so übertrieben und überstilisiert mit ihren extremen Zeitlupen, dass selbst hier der Spaß meistens auf der Strecke bleibt.
Durch nicht uninteressante Rückblenden wie Katos letzten Kampf, veränderte Farben und Sayas angedeutete Suche nach sich selbst, versucht man wohl etwas Tiefgang und Anspruch zu erzeugen. Aber leider bleibt es auch bei dem Versuch und der Film kann auch hier nicht überzeugen.
Wer sich trotzdem die Mühe macht, sich das Making Of einmal anzuschauen, wird sicherlich nicht umhin kommen, den hohen Körpereinsatz von Gianna Jun zu honorieren, die für diesen Film hart trainierte und körperlich stark gefordert wird und die ihrer Rolle als schweigsame Kämpeferin gegen das Böse voll gerecht wird.
Als Fazit bleibt - aufgrund der vielen Kritikpunkte - trotzdem nur ein »Nicht empfehlenswert!«
Copyright © 2010 by Stefan Bellack |