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Filmrezensionen Horror / Grusel

I TRE VOLTI DEL TERRORE

Italien 2004

Regie: Sergio Stivaletti – mit John Phillip Law, Riccardo Servetti Longhi, Elisabetta Rocchetti, Ambre Even, Andrea Bruschi, Roberta Terregna.
Farbe – 85 Minuten

I TRE VOLTI DEL TERROREEs gibt halt Filme, da wird einem warm ums Herz. Wenn man sich diesen Streifen anschaut, dann hat man das Gefühl, dass der klassische italienische Horrorfilm noch lebt. Obgleich er per Videokamera gedreht wurde, wirkt das Ganze so wunderbar altmodisch, als wenn es sich hier um eine nie veröffentlichte Produktion von 1980 handelt. Dazu tragen natürlich auch die Namen bei, denen man hier begegnet. Sergio Stivaletti etwa, der führende Maskenbildner Italiens, vor allem in den 80’er Jahren, Lamberto Bava, Sohn des legendären Mario Bava, verantwortlich für eine Reihe splattriger Filme in den 80’ern (z.B. DEMONI 1+2), der hier im Produktionsstab auftaucht oder John Phillip Law, der in den 70’ern und 80’ern häufig in italienischen Filmen zu sehen war. Und so weiter…

Geboten wird eine Anthologie von drei Kurzfilmen, versehen mit einer Rahmenhandlung, in der ein paar Zugreisende an einen geheimnisvollen Mann geraten, der ihnen ihr Schicksal zeigt. Die Geschichten sind nicht wirklich originell, das Ende an sich auch nicht. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Fraglos könnte man den Film aufgrund dieser Schwächen platt machen. Fakt ist jedoch, das auch viele der alten Filme schwach in Sachen Stories sind; trotzdem lieben wir sie. Das liegt zum einen an der meist morbiden Atmosphäre, die sie ausstrahlen, zum anderen an den kruden blutigen Effekten, und auch an den meist eher mimisch schwachen, aber ungeheuer charismatischen Schauspielern. Dieser Film wiederholt all das und ist somit etwas für Freaks, die mit den alten Streifen eines Lucio Fulci oder auch Dario Argento groß geworden sind. Freilich erreicht er nicht deren Klasse, aber er gibt einem das Gefühl, dass da noch etwas geht, dass die Macher von Einst noch nicht alle tot sind.

Derzeit gibt es den Film bei uns noch nicht. Vermutlich wird er, wenn er denn kommen sollte, auch nur bei einem speziellen Label erscheinen, deren Veröffentlichungen man meist nur über Mail Order oder auf Börsen bekommen kann. In jedem Fall sollten Fans des klassischen italienischen Horrorfilms ein Auge drauf haben.

© Norbert Aichele

 

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