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30 Days of NightRegie: David Slade Drehbuch: Steve Niles, Stuart Beattie Produktion: Sam Raimi, Rob Tapert Darsteller: Josh Hartnett, Melissa George, Danny Huston, Ben Foster USA/Neuseeland 2007 FSK 18 Laufzeit: 108 Minuten Die Firma Ghost House Productions ist in der Regel für ihre unnachahmlich langweiligen Horrorfilme bekannt. Egal, ob es sich dabei um überflüssige Remakes oder Eigenproduktionen handelt. Im Grunde genommen könnte man sich also fragen, wieso diese Firma überhaupt noch existiert. Diese Frage schien sich Firmenchef Sam Raimi wahrscheinlich selbst gestellt zu haben. Denn mit dem neuesten Film aus dem Ghost House mit dem Titel »30 Days of Night« betritt er einen völlig neuen Pfad, der schwache Nerven links liegen lässt. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Steve Niles und Ben Templesmith. Die Story ist beinahe schon klassisch. Ein kleiner Ort mitten in Alaska ist für dreißig Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Exakt zu diesem Zeitpunkt wird die Kleinstadt von einer Gruppe unheimlicher Gestalten heimgesucht. Dabei handelt es sich um die letzten noch lebenden Vampire, die den Polarkreis zu ihrer letzten Zufluchtsstätte gemacht haben. Die Bewohner der Stadt haben alle Hände voll zu tun, um die Untoten wieder zu vertreiben. Mit digitalen Specialeffects versuchte Regisseur David Slade, das verstörende Aussehen der Vampire demjenigen des Comics beizubehalten, was ihm mit Sicherheit gelungen ist. Wir haben hier keinen charmanten Grafen vor uns oder gut aussehende Untote, die im Geheimen ihre Särge mit sich herumschleppen. Auch wenn der Film Bram Stokers berühmten Roman zitiert, indem er die Vampire andeutungsweise auf einem Containerschiff in die Polarregion kommen lässt, präsentiert uns Slade eine Gruppe geheimnisvoller Wesen, die nur selten über ihre Instinkthaftigkeit hinauskommen. Das macht sie unberechenbar und äußerst gefährlich. Sie schleichen sich an die Bewohner wie hungrige Wölfe, das Opfer wird im Rudel ausgesaugt. Eine solche Charakteristik bietet natürlich Chancen für jede Menge blutiger Effekte. David Slade gelingt es jedoch, seinen Film nicht als pure Splatterorgie ausufern zu lassen, sondern die Masken- und Puppeneffekte als logischen Bestandteil der Story zu verwenden. Selbiges gilt natürlich für die klassische Vernichtung von Vampiren. »30 Days of Night« kann durchaus als positive Überraschung innerhalb des Vampirfilms sowie des Horrorfilms im Allgemeinen betrachtet werden. Teils ästhetisch, teils überaus brutal liefert Regisseur David Slade einen gelungenen Beitrag innerhalb des Horrorgenres ab. © Max Pechmann |