Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin
Produktion: Deutschland, 2011
Edel Germany GmbH
DVD, Dokumentation
3 Disks, ca. 450 Minuten – Kein Regionalcode
Ohne Alterseinschränkung freigegeben
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen/Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Regie: Reinhard Joksch
Bonus: Berlin 21:37 (Dokumentation - Ein Tag vor dem 13. August 1961 in Berlin)
Erhältlich u.a. bei Amazon, Preis 29,99 Euro
Es gibt Ereignisse, die brennen sich unauslöschlich in die Gedanken eines Menschen ein. Augenblicke, an die man sich noch zwanzig und mehr Jahre später erinnert – und zwar exakt, dass man genau weiß, was man in diesem Moment gerade gemacht hat.
So ergeht es mir unter anderem mit dem 9. November 1989. Ich saß in meinem Zimmer – damals wohnte ich noch bei meinen Eltern und besuchte die Schule – und schaute fern. Als die Nachricht über die Öffnung der Mauer eintraf, glaubte ich, mich verhört zu haben.
Niemals wieder wurde ich von einem Ereignis derart positiv ergriffen wie in diesem Moment.
Nun liegen Maueröffnung und auch die Wiedervereinigung einige Jahre zurück; auch wenn sich der Jahrestag der Öffnung nähert.
Passend hierzu erschien bereits im Juli die Box Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin, welches pro Jahr kurz zusammenfasst, was sich in Berlin ereignete und was die Menschen dort bewegte; hüben wie drüben.
Gleichzeitig ist es natürlich auch eine Rückschau auf das Leben dieser Zeit insgesamt, denn viele Themen betreffen nicht Berlin allein.
Die Happen sind informativ, kommen teils sehr humorvoll, teils mit der nötigen Ernsthaftigkeit daher und zeichnen das Bild einer anderen Zeit. Der Kalte Krieg wird wieder lebendig, die Mode, die Kultur von einst zieht noch einmal an einem vorüber.
Vor allem aber machen die einzelnen Schnipsel, beginnend bei 1961 und endet bei 1990, eines klar – trotz aller Differenzen und Probleme, die es zwischen Ossis und Wessis geben mag, verdanken wir Deutsche dieser Wiedervereinigung viel und das, was einst war, darf niemals wieder geschehen.
Als Bonus findet sich auf DVD 3 die Dokumentation Berlin 21:37. Ursprünglich sollte sie schlicht einen Einblick in das Nachtleben von Berlin West und Ost geben, doch der Mauerbau ereignete sich just während der Dreharbeiten, und so wurde dies in die Dokumentation mit aufgenommen.
Fazit:
Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, welches niemals langweilig wird. Sehr sehenswert – auch für all jene, die diese Zeit nicht erlebten.
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