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Der Thronfolger - Die harten Jugendjahre von Friedrich dem Großen von PreußenRegie: Oswald Döpke AT Medien Sprachen: Deutsch FSK: ab 12 Jahren Extras: ZDF-Interviewreihe Mein Gästebuch (1986, drei Sendungen) Länge: 204 min (2 DVDs) Erscheinungstermin: 5. November 2010 Preis: 18, 99 € Preußen 1730. Kronprinz Friedrich (später Friedrich II.) ist den schönen Dingen des Lebens zugetan: Er mag Gedichte, Musik, Literatur. Das missfällt seinem Vater Friedrich Wilhelm I., der seinen Sohn mit preußischer Strenge zu einem Soldatenkönig, wie er selbst einer ist, erziehen will. Dementsprechend hart sind die Strafen, wenn er seinen Sohn wieder beim Musizieren erwischt. Friedrich entwickelt über die Jahre hinweg Hassgefühle auf den Vater und will heimlich nach Frankreich fliehen. Der Fluchtversuch misslingt und Friedrich wird von seinem Vater zur Einzelhaft in der Festung Küstrin verurteilt. Sein Freund Leutnant Hans-Hermann von Katte, der ihn bei der Flucht unterstützt hat, hat nicht so viel Glück: Er wird zum Tode verurteilt – und Friedrich wird gezwungen, bei der Vollstreckung des Urteils zuzusehen. Die Verfilmung der Jugendjahre des Preußenkönigs Friedrich der Große von 1980 ist gelungen. Man leidet förmlich mit dem Thronfolger mit, der eine wirklich harte Erziehung durchläuft, versteht auf der anderen Seite aber auch seinen Vater, der seinen Sohn zu einem fähigen König erziehen muss. Beide haben von ihrem Standpunkt aus recht, und so kommt es zu einem Konflikt zwischen Machtinteressen einerseits und Humanität und Aufgeklärtheit andererseits. Die Geschichte beginnt nach der Hinrichtung von Friedrichs Freund und endet auch zu diesem Zeitpunkt. Dazwischen wird Friedrichs Geschichte aufgerollt. Die Steifheit, mit der deutsche Schauspieler grundsätzlich geschlagen zu sein scheinen, passt hier ausnahmsweise: Am Hof geht es sehr förmlich zu. Die Schauspieler sind insgesamt gut; die Darsteller von Friedrich (Jan Kollwitz) und seinem Vater (Günter Strack) verkörpern ihre Figuren sehr überzeugend. Für Geschichtsbegeisterte.
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