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Filmrezensionen Fantasy - Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire

Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire
Originaltitel: Cirque du Freak: The Vampire's Assistant
Regie: Paul Weitz
Drehbuch: Paul Weitz, Brian Helgeland
Produktion: Ewan Leslie, Lauren Shuler Donner
Darsteller: John C. Reilly, Chris Massoglia, Ken Watanabe, Jessica Carlson, Josh Hutcherson, Salma Hayek, Willem Dafoe
Genre: Fantasy
USA 2009
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 109 Minuten
Verleih: Universal
Kinostart Deutschland: 07.01.2010

Der 16-jährige Darren führt das normale Vorstadt-Leben eines amerikanischen Teenagers. Lediglich sein Freund Steve verleitet ihn zu der ein oder anderen Dummeheit. Steve träumt schon länger davon Vampir zu sein und als eine Zirkusshow der besonderen Art im Ort gastiert, überzeugt er Darren zu einem Besuch. Auch dieser ist schnell von der skurrilen Welt der Freaks angezogen. Seine geweckte Neugier führt schließlich auch dazu, dass er nach kurzem Tod als Vampir weidergeboren wird. Doch damit nicht genug: Bald findet er sich in einem Kampf der Vampire wieder.

Auch zu Beginn des neuen Jahres 2010 schwappt wie 2009 die Hypewelle der Vampirfilme über den großen Teich nach Deutschland. Grusel war angesagt, als am 07. Januar der Film von Regisseur Paul Weitz in den deutschen Kinos anläuft. Auf der Grundlage der ersten drei Romane der Reihe des irischen Autors Darren O’Shaughnessy, auch Darren Shan genannt, der seinem Hauptdarsteller den gleichen Namen gibt, entwickelte die Crew um Weitz einen Streifen – vielleicht sogar eine Art von Pilotfilm, der sich an ein pubertierendes Publikum wendet, welches mehr als einen »Biss zum Erbrechen« erwartet. War es doch jener Chris Weitz, welcher »New Moon: Biss zur Mittagsstunde« in Szene setzte. Nun versuchte sein Bruder Paul, ein »bisschen« Gruselatmosphäre uns näher zu bringen. Wirklich zum Gruseln.

»Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire« reißt mich als Horrorfreak wirklich nicht vom Hocker. Solche Sequenzen wie das Ausschaufeln eines Grabes auf einem Friedhof, das Bestaunen und Benutzen von Särgen … sollen spannend oder gar horrormäßig wirken? Dieser Versuch, Grusel-/Horrorelemente in das überwiegend langweilige Treiben der Protagonisten einzubauen, ging deutlich in die Hose. Der »Cirque du Freak« bietet viel zu wenig, um das Prädikat »Empfehlenswert« zu bekommen.
Einzig allein ringt mir John C. Reilly als Larten Crepsley mit seinem trockenen Humor ein kleines Lächeln ab, mehr ist wirklich nicht drin.
Kaum ein Element der Storyline bekommt nenneswertes Gewicht. Da hilft auch nicht, dass sich Darren und Steve als Widersacher gegenüberstehen, um ein wenig dramatische Momente in die Handlung einzubringen. Vielmehr wirkt alles beiläufig in Szene gesetzt, die Protagonisten wirken so, als ob sie bereits in Gedanken bei den Fortsetzungsfolgen wären. Ob es diese geben wird, ist fraglich. Denn: Dem geschätzten Produktionsbudget von 70 Millionen Dollar stehen derzeit 13 Millionen Dollar Einnahmen gegenüber. Da liegt es auf der Hand, dass sich »Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire« in Richtung Flop bewegt und eine Fortsetzung kaum zu erwarten ist.

Fazit:
Es ist jedem selbst überlassen, wie er über den Film denkt. Doch für mich hat dies nichts mit Horror und Vampiren zu tun. Vielmehr ist der Streifen aus meiner Sicht ein Märchen mit Fantasyelementen und groteskem Humor.

Bewertung:



© Wolfgang Brandt

 

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