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Filmrezensionen Drama - Der Mann der Friseuse

Der Mann der Friseuse
Originaltitel: Le Mari de la coiffeuse
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Claude Klotz, Patrice Leconte
Produktion: Lambart Prod./ T.F.1/ Soficas Investimages 2 & 3/ Créations/ C.N.C.
Darsteller: Jean Rochefort, Anna Galiena
Frankreich 1990
Laufzeit: 82 Minuten

Der Junge Antoine liebt es, zum Friseur zu gehen, besser gesagt zu einer Friseuse namens Madame Sheaffer. Fasziniert von ihrer üppigen Sinnlichkeit beschließt er, später einmal eine Friseuse zu heiraten. Und tatsächlich trifft er als Erwachsener mittleren Alters die Liebe seines Lebens: Antoine lässt sich die Haare schneiden und macht der Friseuse dabei einen Heiratsantrag. Drei Wochen später, als Antoine erneut den Salon aufsucht, willigt die Friseuse in die Heirat ein. Erst jetzt stellen sie sich einander namentlich vor: Mathilde und Antoine.
Das Paar ist sich fortan ganz und gar genug. Ihre Welt ist kaum größer als Mathildes Frisiersalon, indem sich der wichtigste Teil ihres gemeinsamen Lebens abspielt. Antoine und Mathilde werden bis zum Ende des Films nur zweimal außerhalb ihres Salons gezeigt: auf einer kurzen Hochzeitsreise und bei einem Besuch des alten Isidore Agopian, von dem Mathilde den Salon übernommen hat, im Altersheim. Auch ihre gemeinsame Wohnung über dem Salon sieht man nie. Mathilde und Antoine leben und lieben in ihrem Salon, der sie umschließt wie ein Kokon. Bekanntschaften sind die Stammkunden; Kinder sind die Jungen, die sich die Haare schneiden lassen müssen.
Der Film erzählt das Märchen von der absoluten Liebe, in der die Liebenden nichts und niemanden brauchen als einander. Nähe, Zärtlichkeit und Sex – all das spielt sich dem kleinen Frisiersalon ab, der für die Liebenden die ganze Welt ist.
»Der Mann der Friseuse« ist ein besinnlicher und auch sehr sinnlicher Film. Die Liebesszenen sind zwar dezent aber doch völlig unzweideutig, weshalb der Film wegen seiner Bilder sicher zu Recht ab 12 Jahren freigegeben ist – nach dem Gehalt der Bilder ist der Film jedoch für Zwölfjährige ungeeignet.
Die DVD bietet als Bonusmaterial den Kurzfilm »Die glückliche Familie« sowie ein Interview mit dem Regisseur Patrice Leconte.

Bewertung:



Copyright © 2010 by Michael Dansauer

 

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