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Filmrezensionen Abenteuer - K-20 - Die Legende der Schwarzen Maske

K-20 – Die Legende der Schwarzen Maske
Originaltitel: K-20 – Kaijin niju menso den
Regie u. Drehbuch: Shimako Sato
Produktion: Shuji Abe, Seiji Okuda
Darsteller: Takeshi Kaneshiro, Takako Matsu, Toru Nakamura, Kanata Honga, Yuki Imai
Japan 2008
Laufzeit: 142 Minuten

Japan und Südkorea beginnen sich in tricktechnischer Hinsicht stark zu entwickeln, sodass sie sich seit Langem nicht mehr hinter Blockbustern aus Hollywood verstecken müssen. Dies beweist aufs Neue der Actionfilm »K-20 – Die Legende der Schwarzen Maske«.
Die Geschichte spielt in einer Alternativwelt, in welcher der Zweite Weltkrieg nie stattgefunden hat. Es ist das Jahr 1949. Die Gesellschaft ist gespalten in Arm und Reich. Ein mysteriöser Krimineller, der unter dem Namen »Das Phantom mit den 20 Masken« bekannt ist, versucht, gegen die Regierung anzukämpfen. Eine Verwechslung führt dazu, dass der Zirkusakrobat Heikichi für K-20 gehalten und von der Militärpolizei verhaftet wird. Nach einer spektakulären Flucht kennt Heikichi nur ein Ziel: Er möchte sich an dem echten K-20 rächen. Dadurch wird er allerdings ungewollt zum Helden. Denn K-20 hat vor, Teslas Erfindung zur drahtlosen Energieübertragung für die Zerstörung der Welt zu verwenden. Heikichi muss dieses Vorhaben stoppen.

Mit einer Dauer von über zwei Stunden wird »K-20« keine Minute langweilig. Dafür sorgen nicht nur die wunderbaren Stadtkulissen und Spezialeffekte, sondern ebenso die durchaus interessante Handlung. Einmal mehr wird Japan als faschistischer Staat dargestellt, Weltsprache ist Deutsch. Die Gesellschaft befindet sich noch immer im tiefsten Feudalismus, obwohl die Technik große Fortschritte macht. Hier wird einmal wieder auf den Physiker Nikolas Tesla (1856-1943) Bezug genommen, dessen Namen seit dem Film »Prestige« in der Phantastikwelt immer wieder auftaucht. Doch die Ideen passen zusammen und liefern einen wunderbaren Hintergrund für die Geschichte eines Mannes, der sich nach und nach zu einem Superhelden entwickelt. In manchen Szenen wird der Film dabei etwas zu moralisch. Überwiegend aber konzentriert sich Regisseurin Shimako Sato auf Action, Spezialeffekte und Witz, sodass dies nur wenig ins Gewicht fällt. Shimako Sato beurteilte ihren Film selbst als bloße Unterhaltung im Sinne von »Indiana Jones«. Diese Anspielung fällt auf jeden Fall in der Musik auf, die sich stark daran orientiert. In der Ästhetik finden sich allerdings eher die Düsternis von »V wie Vendetta« und die Dramaturgie von »Batman« wieder. Sato verhindert es jedoch, diese Vorbilder zu kopieren, sondern entwickelt aus diesen beiden Stilen einen neuen, der einerseits typisch japanisch, andererseits westlich orientiert ist. Nebenbei gelang ihr dadurch einer der bisher besten japanischen Actionfilme.

© Max Pechmann

 

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