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Carsten Steenbergen
Trau nie einer Legende Horror/Grusel
Das Mini-Hörspiel basiert auf einer Kurzgeschichte von Carsten Steenbergen, die den gleichen Titel trägt. Das Hörspiel hat teilweise beinahe Hörbuchcharakter, da es sich um ein Tagebuch handelt, das von dem Sprecher vorgetragen wird. Bert Stevens, der diesen Part übernimmt, versteht es jedoch, dem Ganzen mehr den Hauch von einer erzählten Geschichte, als von einer Vorlesung zu geben. Außerdem sind immer wieder auch Hörspielelemente eingebaut, so wie verschiedene Hintergrundgeräusche und stimmungsvolle Musik. Spannung im Sinne von klassischem Mitfiebern kommt wenig auf. Man begleitet Boris M. auf seiner Reise und ist gespannt, was ihn erwarten mag. Das Hörspiel endet jedoch völlig anders als erwartet, sodass am Ende weniger der Aha-Effekt, sondern mehr ein wenig Nachdenklichkeit überwiegt. „Trau nie einer Legende“ schafft es, zu interessieren. Man braucht hier keine Spannungsbögen, die einen von einer Szene zur nächsten tragen. Viel mehr interessiert es den Hörer einfach, was in der Folge passiert. Eine Qualität, die beileibe nicht jede Produktion aufzuweisen hat. Stevens versteht es, den Hörer mit seiner Stimme und seiner Betonung regelrecht in seinen Bann zu ziehen, sodass man sich bildlich vorstellen kann, wie Boris Maraczek sich voller Verzweiflung auf die Reise begibt, um sein Leben vielleicht doch noch um eine Kleinigkeit verlängern zu können. Das Cover wirkt elegant, auch wenn man das Bild erst vollständig verstehen wird, wenn man das Hörspiel bis zum Ende gehört hat. Bislang ist das Hörspiel lediglich bei Soforthoeren.de als Download zu beziehen. Dafür kann der Preis von 4,90 € für 35 Minuten reinstes Hörspielvergnügen durchaus überzeugen. Fazit:
© John Poulsen |