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Rezension - Top Secret - Folge 4 - Schwarzes Blut

Ellen B. Crown
Top Secret - Folge 4
Schwarzes Blut
Titelgestaltung von Michaela Bock, fotolia.com
Mysterythriller, Hörspiel
Studio Maritim, Dortmund, Juli 2009
Audio-CD, 66 Minuten
Preis: 8,95 €
ISBN: 9783867142045

Dr. Stephen Norman und Lori Atkins entdecken im Amazonas-Urwald eine unbekannte, aggressive und hochgiftige Vogelspinnenart. 23 Jahre später werden Special Agent Jade Morgrave und Commander William Ashton Rawleigh von Charles Desmond beauftragt, den Fall der vermissten Wissenschaftler aufzuklären, die angeblich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Zeitgleich geschieht in den USA, auf der Farm des bekannten Arachnologen Prof. Dr. Blade Stuart ein grauenhafter Unfall. Die Tochter des Professors und ihr Freund werden Opfer derselben Spinnenart, die im Amazonas, nur unter bestimmten Lebensbedingungen existiert. Auch hier muss die geheimnisvolle Organisation Trinity aktiv werden, um weiteres Unheil zu verhüten …

»Schwarzes Blut« ist eine düstere Folge mit einem sehr spannenden Auftakt, bei dem der Hörer miterlebt, wie Dr. Stephen Norman und Lori Atkins erstmals auf die neue Spinnenart stoßen. Edgar Bessen ist als Wissenschaftler grandios besetzt und passt perfekt in die Rolle des Forschers, ebenso wie Melanie Manstein als Assistentin Lori, die selbst im Dschungel nicht auf die Annehmlichkeiten des Lebens verzichten will. Als undurchsichtiger Wissenschaftler Yushin ist Eberhard Prüter zu hören, der den Hörspielfans am ehesten als Myxin, der Magier, aus der Serie JOHN SINCLAIR bekannt sein dürfte. Professor Stuart wird von Erich Räuker perfekt in Szene gesetzt. Die Stammbesetzung macht ihre Sache, wie immer, ausgezeichnet, wenngleich Christine Pappert die Schreierei ein wenig zu exzessiv betreibt, immerhin mimt sie eine der besten Agentinnen der Organisation Trinitiy, und da sollte sie sich etwas mehr unter Kontrolle haben. Arachnophobie hin oder her. Trotz des vielversprechenden Plots verschenkt diese Folge eine Menge Potenzial, denn aus der Story mit der entflohenen Spinne hätte man weitaus mehr machen können, ebenso wie aus der Expedition der beiden Trinity-Agenten. Stattdessen verliert sich Jade Morgrave in spätpubertären Träumereien bezüglich ihres Kollegen William Ashton Rawleigh, und dass der Freund von Stuarts Tochter ausgerechnet der Sohn von Konstantin Yushin sein soll, der ebenfalls bei der Entdeckung der Spinnenart zugegen war, ist schon ein äußerst haarsträubender Zufall. Soundtechnisch bewegt sich das Hörspiel auf einem hohen Level, auch wenn die Fauch- und Zischlaute der Spinne ein wenig übertrieben wirken. Natürlich gehört Klappern zum Handwerk und den Unterhaltungswert kann man dem Hörspiel gewiss nicht absprechen, zumal auch Bezug auf die ersten Folgen genommen wird. Der Hörer darf jedenfalls gespannt sein, was die Protagonisten in den kommenden Episoden noch erwartet.

Das Titelbild zeigt eindrucksvoll, was den Hörer erwartet. Arachnophobiker seien an dieser Stelle gewarnt und sollten die Folge nicht ohne emotionalen Beistand hören. Inhaltlich täte dem Booklet zumindest ein Personenglossar gut, sowie das eine oder andere Sprecherfoto.

Fazit:
Wer diese Folge hört, sollte keine Angst vor Spinnen haben. Leider wurde das volle Potenzial der Geschichte nicht ausgeschöpft. Starker Beginn, schwaches Ende. Sprecher und Sounddesign sind dagegen erstklassig.

Copyright © by Florian Hilleberg

 

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