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Thomas Plischke, Ole Christiansen, A.D. PortlandSACRED: Der Schattenkrieger – Das Hörspiel, Folge 3 Im Bann der Bestie Titelillustration /Titelgestaltung von Sandra Tempus Innenillustrationen von Ascaron Entertainment GmbH Fantasy, Hörspiel www.weirdoz.de Garlan und Leandra befinden sich auf dem Weg nach Norden, auf der Suche nach der großen Maschine, als Leandra, die Halbelfe, eines Nachts von einem Werwolf angegriffen und schwer verletzt wird. Garlan kann die Bestie zwar vertreiben, aber nicht töten und bringt Leandra ins nächstgelegene Dorf, dessen Bewohner zwar von der Bedrohung durch den Werwolf wissen, der Bestie aber hilflos gegenüberstehen. Während Leandra bei einer alten Heilerin ihrer Genesung entgegenfiebert, bietet Garlan seine Hilfe an und bereitet sich auf den entscheidenden Kampf gegen die Bestie vor … In der dritten Folge schlägt die Serie nach dem gleichnamigen Computerspiel „SACRED 2: Der Schattenkrieger“, völlig neue Wege ein und setzt gekonnt Horror-Elemente ein, die der Fantasy-Kulisse frische Akzente verleiht. Die bedrückende Atmosphäre des Dorfes, das unter dem Bann der Bestie leidet, wurde dank realistischer Hintergrundgeräusche perfekt getroffen und auch das Knurren und Brüllen des Werwolfs wirkt sehr beeindruckend. Wieder einmal zeigt sich das Label Weirdoz als überaus vielseitig und versiert, was die technische Umsetzung ihrer Hörspiele betrifft. Hinzu kommt eine sorgfältige Sprecherauswahl. Helmut Krauss als Erzähler, Thomas Fritsch als Garlan und Annabelle Krieg als Leandra, sind erstklassig, und werden von einer Riege professioneller Sprecher unterstützt, welche die Nebenrollen beleben. Nana Spier spricht die Tochter des Schmieds, Martin Sabel den Landadeligen Gernot. Ebenfalls mit dabei sind Heinz Ostermann, Klaus Dittmann, Eva Holdorf und viele andere mehr. Nicht weniger als 25 Sprecher (!) haben an dem fast 80minütigen Hörspaß mitgewirkt, darunter auch die Macher von SACRED 2: Patricia Nigiani, Udo Baumhögger sowie die Skriptautoren Thomas Plischke und Ole Christiansen. Die düstere Musik belebt die Szenerie mit unheilvollen, mittelalterlichen Klängen, während das Intro Blind Guardian, auch nach mehrmaligem Hören nichts von seinem Reiz einbüßt. Doch ganz ohne Kritik kommt das insgesamt vierte Hörspiel des Labels Weirdoz, dann doch nicht davon. Manchmal kränkeln die Sprechertexte zu sehr an der Anpassung an das Medium Hörspiel. Das wird vor allem deutlich als Leandra im dunklen Wald von der Bestie umkreist wird und im gehetzten Selbstgespräch nach einer geeigneten Waffe sucht. Obwohl eine derartige Reaktion nicht unrealistisch ist, klingt sie in diesem Fall unpassend. Leider wird die Storyline um den Werwolf nicht abgeschlossen und endet mit einem recht unspektakulären Cliffhanger. Das hebt zwar die Spannung in Bezug auf den vierten Teil, lässt den Hörer in dieser Folge allerdings ein wenig in der Luft hängen. Das Hörspiel sieht im Digi-Pack einfach großartig aus und die Grafik vom Werwolf ist exorbitant gelungen. In Sachen Bookletgestaltung setzt Weirdoz genau das um, was bei vielen Hörspielserien mit komplexer Handlung schmerzlich vermisst wird: ein Glossar, ausführliche Personenbeschreibungen sowie ein ausführlicher Rückblick auf die ersten beiden Episoden. Fazit: © Florian Hilleberg |