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Rezension - Pater Brown - Folge 23

Gilbert K. Chesterton, Ascan von Bargen
Pater Brown - Folge 23
Das Zeichen des zerbrochenen Säbels
Titelfoto von Cinetext Bildarchiv

Krimi, Hörspiel
Verlagsgruppe Hermann, Dortmund, März 2010
Audio-CD, 61 Minuten, 6,95 €
ISBN: 9783867142779

Dieses Mal hat es Pater Brown besonders schwer. Er soll einen Todesfall aufklären, der bereits zwei Generationen her ist und für den es keinerlei Zeugen mehr gibt. Gwen Sinclair möchte den Tod ihres Großvaters General Sir Arthur St. Clair aufgeklärt wissen und legt die Ermittlungen in die vertrauensvollen Hände von Pater Brown. Gemeinsam mit seinem Freund Mortimer Symons beginnt der Geistliche den Fall erneut aufzurollen, der seinen tragischen Höhepunkt in Indien erreichte …

Diese Folge wurde von Ascan von Bargen nach den Motiven einer Kurzgeschichte von Gilbert K. Chesterton geschrieben, der die Figur des Pater Brown erfunden hat. Von Bargen hat bereits mannigfaltige Erfahrungen im Schreiben von Hörspielskripten gesammelt. Unter anderem bei den Serien DARK TRACE, DIE MORDE DES EMILE POIRET und INSIGNIUM. »Das Zeichen des zerbrochenen Säbels« ist sein erster Beitrag für die Serie PATER BROWN, die durch die unvergesslichen Verfilmungen mit Heinz Rühmann zu zeitlosen Klassikern wurden. Die vorliegende Episode ist eine eher untypische und wenig repräsentative Kriminalgeschichte, die mit hochkarätigen Sprechern und einem gelungenen Soundtrack vertont wurde. Für den eifrigen Kinogänger und Filmliebhaber ist es zunächst ungewöhnlich den deutschen Synchronsprecher von Michael Douglas, Volker Brandt, in der Rolle des Paters zu hören, mit dem die meisten wohl eher das sanftmütige Antlitz Rühmanns verbinden werden. Ein Image, das das Label Maritim durch die Bookletgestaltung durchaus fördert, denn auf dem Cover ist seit der ersten Folge immer ein Filmfoto aus den Schwarweiß-Klassikern der 60er Jahre zu sehen. Als Inspektor Lestrade ist Brandt darüber hinaus in der Hörspielserie SHERLOCK HOLMES als häufig wiederkehrender Charakter vertreten. Doch es dauert nicht allzu lange, bis man sich an die markante Stimme des Schauspielers gewöhnt hat und ihm die Rolle des weltoffenen Geistlichen und begeisterten Kriminalisten abnimmt. Eberhard Prüter, Frank-Otto Schenk, Udo Schenk, Stefan Staudinger, Wolfgang Condrus, Susanne Meikl, Viola Sauer und Michael Iwannek sind die bekannten Sprecher und Schauspieler, die Brandt in dieser Produktion zur Seite stehen. Bedauerlicherweise ist die Geschichte aber alles andere als fesselnd und das hat einen ganz bestimmten Grund, denn es gibt praktisch keinerlei Spannungsmomente. Pater Brown lässt sich dazu hinreißen einen verjährten Mord an einem Kriegshelden aufzuklären und traktiert seinen alten Freund Mortimer Symons mit schulmeisterlichen Binsenweisheiten.
»Wo würde ein weiser Mann ein Sandkorn verstecken?«
Darüber hinaus gerät Brown auch bei seinen Ermittlungen nicht in ernste Schwierigkeiten und löst das Rätsel durch das Wälzen alter Tagebücher und Dokumente. Das Hörspiel mag eine passable Charakterstudie sein, gewiss aber nur ein ungenügender Krimi.

Fazit:
Träges Krimi-Hörspiel ohne echte Spannungsmomente und keinerlei Höhepunkte. Sprecher, Musik und Soundesign sind von guter Qualität. Nur für Komplettisten.

Copyright © 2010 by Florian Hilleberg

 

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