| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Sonstige Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen - Mark Brandis - Folge 13 und 14 | ||||
|
||||
www.markbrandis.de Die Crew der Hermes ist in einer recht routinemäßig anmutenden Mission unterwegs. Auf der abgewandten Seite der Sonne unternimmt die Crew Reparaturen an einer Raumstation und ist schon wieder auf dem Rückweg, als der Funkkontakt zur Erde abbricht – was zu erwarten war, da die Sonne den Funkkontakt stört. Doch plötzlich taucht vor der Hermes ein Schiff auf - es ist das verschollen geglaubte Generationenschiff Pilgrim 2000. Vor Jahren verließ die Pilgrim die Erde mit Wissenschaftlern an Bord, die eine alternative Gesellschaftsform im All leben wollten. Trotzdem die Crew unter der ständigen intensiven Sonneneinstrahlung leidet, beschließt Captain Mark Brandis, an Bord der Pilgrim zu gehen und nach Überlebenden zu suchen. Die Doppelfolge beweist wieder einmal, dass die Hörspielreihe zu einer der besten auf dem Markt gehört, auch wenn diesmal leicht andere Töne angeschlagen werden. Wo in den letzten Folgen grundsätzliche Konflikte der Menschheit anhand von politischen Schachzügen gezeigt wurden, sind es hier die Folgen eigenwilliger Überzeugungen und ihre Konsequenzen auf eine Gruppe von Menschen, die über die Macht ihres Wissens großen Einfluss aufeinander nehmen können. Die ersten Kapitel riefen mir beim Hören die Erinnerungen an eine Mischung aus den Filmen Sunshine und Event Horizon hervor – aber natürlich entwickeln sich die Dinge lange nicht so blutig und fatal wie in den beiden Filmen. Bei verschollen geglaubten und verlassen wirkenden Raumschiffen stellen sich bei mir aber immer die Nackenhaare hoch. Die Macher entwickeln ihre ganz eigene Dramaturgie, die Spannung erzeugt, aber den Charakteren viel Platz zur Entwicklung lässt, sodass man Einblick in neue und alte Crewmitglieder bekommt und die Geschichte bestens mit ihnen erleben kann, was die Serie zu einer wirklich besonderen macht. Einen langsamen und kontinuierlichen Erzählstil muss man wagen, wenn die sonstige Entwicklung eher zum schnellen und gerafften, actionreichen Erzählen geht. Fazit: Copyright © 2010 by Rebecca Hagelmoser |