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Rezension - Mark Brandis - Folge 10

Nikolai von Michalewsky
Mark Brandis - Folge 10
Raumsond Epsilon - Teil 2 von 2
Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Sprecher: Michael Lott, David Nathan, Christine Mühlenhof, Tomasina Ulbricht, Mark Bremer, Martin Wehrmann, Michael Westphal, Michael Pan, Wolf Frass, Gerhart Hinze, Stefan Peters, Oliver Seidler, Udo Schenk
Science-Fiction, Hörspiel
Folgenreich, Berlin, Juli 2010
Audio-CD, 10 Tracks, ca. 61 Minuten
Preis: 8,99 €
ISBN: 9783829123181

www.markbrandis.de
www.folgenreich.de

Die Annäherung an die Epsilon-Sonde beginnt, und die Stimmung an Bord ist gespannt – mit welcher Art von unbekannter Technologie wird die Crew konfrontiert, und welches Ränkespiel spielen die terrestrischen Mächte? Aber ein Zwischenfall mit den Schiffen der Republik setzt die Crew fest und erfordert zunächst alle Konzentration. Auf der Callisto festgesetzt, verrinnt der kostbare Zeitvorsprung, der der Hermes noch für den Erstkontakt mit der Sonde bleibt. Dass die Konkurrenz nicht schläft, wird offensichtlich als ausgerechnet die ZEUS, das Schiff des zur ominösen »dritten Macht« übergelaufenen D'Arcy, zur Rettung der Crew beiträgt. D'Arcy benutzt Mark Brandis und seine Crew dazu, die Sonde in seine Hände zu bekommen. Tatsächlich scheint sie den Parteien unlauterer Absicht in die Hände zu fallen. Doch bei der Sonde angekommen, machen alle Beteiligten gänzlich unerwartete Erfahrungen ...

Im zweiten Teil der Geschichte verlassen wir die Ebene der feineren Verstrickungen der Figuren untereinander und begeben uns -fast- ins Metaphorische. Der Kontrast von gewalttätiger und friedfertiger Gesinnung, geistigem Wachstum kontra militärischem Aufrüsten, steht hier im Vordergrund: Auf der Ebene des Kampfes um die Sonde ist dies recht eindeutig: Die drei konkurrierenden Mächte sind vornehmlich am militärischen und technischen Fortschritt interessiert, den eine Untersuchung und Demontage der Sonde mit sich bringen würde. Unser Held Mark Brandis sieht in der telemphatischen Maschine jedoch eine Möglichkeit, politische Interessen hinter sich lassen zu können und einen gemeinsamen Fortschritt der Menschheit auf moralischem Niveau einzuläuten. Die brüderlich vereinte Welt, die gemeinschaftlich gedeiht oder Kampf um die Vorherrschaft im All mit erhöhtem und wahrscheinlich tödlicherem Einsatz. Doch auch die Crew um Mark Brandis hat mit diesen Gegensätzlichkeiten zu kämpfen. Am deutlichsten versinnbildlicht wird der Zwist in der Gegenüberstellung von Xuma und van Kerk, die sich um ihre Ansichten um Südafrika prügeln müssen - letztlich aber die Synthese schaffen, wenn auch mit Fäusten (fragwürdig, aber männlich). Und sogar Mark Brandis selbst geriet ja in moralisch gefährliches Fahrwasser ob der hübschen Wissenschaftlerin an Bord.
Am Scheideweg zwischen Utopie und Dystopie wird den Menschen diesmal eine Entscheidung abgenommen - schade, daraus hätte man eigentlich mehr machen können. Nichtsdestotrotz ist die Folge ein schöner Abschluss um die »Raumsonde Epsilon«, die gleichzeitig auch ein kleines Jubiläum ist, immerhin ist es dies die zehnte Folge der Serie.

Bewertung:



© Rebecca Hagelmoser

 

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