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Rezension - Insignium - Im Zeichen des Kreuzes - Folge 2

Ascan von Bargen
Insignium - Im Zeichen des Kreuzes - Folge 2
33 Tage weißes Licht
Hörspiel, etwa 53 Minuten, Maritim, Januar 2010
ISBN: 9783867142656
Empfohlen ab 12 Jahre
Sprecher: Helmut Krauss, Dietmar Wunder, Florian Halm u.a.
Musik: Nightwish

Noch immer ist Pater Sante Della Vigna, ein Polizist und Priester, Sonderermittler des Papstes. Einen Mordanschlag hat er bereits überstanden, dem Rätsel um den Doppelmord am Kommandanten der Schweizergarde und dessen Frau untersucht.
Nun steht sein zweiter Fall an, und dieser beginnt höchst ungewöhnlich - soll er doch eine junge Frau nach Rom begleiten, die angeblich ein wertvolles Indiz für einen weiteren Kriminalfall in Händen hält. Oder war es gar kein Mord, der Papst Johannes Paul den Ersten das Leben kostete? Was genau geschah in jener Nacht, als der Heilige Vater nach nur 33 Tagen seines Pontifikats verstarb?
Attentäter wollen jedenfalls kein Risiko eingehen und so muss Della Vigna erneut um sein Leben fürchten und auch um das der jungen Frau ...

Nightwish erklingt und es passt zu der Thematik, man fühlt sich sofort in die Story hineinversetzt.
1978 ging als das Dreipäpstejahr in die Geschichte ein, denn Albino Luciani, der als Papst Johannes Paul I. seinem Vorgänger Paul VI. auf den Stuhl Petri folgte, verstarb nach nur 33 Tagen. Ihm folgte der vielleicht bekannteste Papst der Neuzeit, Papst Johannes Paul II - Karol Józef Wojtyła.
Schon bald nach seinem Tode gab es Spekulationen, ob jemand den Papst ermordet haben könnte. Schließlich soll er sich in die Geschäfte der Vatikanbank eingemischt und dort Unregelmäßigkeiten aufgedeckt haben. Auch standen eventuell einige hohe Würdenträger vor ihrer Ablösung.
Andere hingegen verwiesen auf den schlechten Gesundheitszustand des Papstes und darauf, dass er sich am Abend seines Todes unwohl fühlte und früh zu Bett ging – wo er ja dann auch verstarb.
All diese Thesen werden in dem Hörspiel noch einmal dargelegt, verknüpft mit den Prophezeiungen des Malachias, der bekanntlich eine Papstliste kommender Päpste anfertigte. Dass wir momentan den vorletzten Papst dieser Liste erleben, beunruhigt so manche, denn mit dem letzten Papst käme eine große Drangsal über die Kirche - oder auch über die Menschen, je nachdem.
Am Ende aber, wenn die Melodie erklingt, ist der Hörer wieder keinen Schritt weitergekommen. Es gibt keine Lösungen, die Motive der Attentäter, vielleicht jene aus der ersten Folge, bleiben völlig im Dunkel. Vielleicht baut sich da eine große, umfassende Story auf, vielleicht aber auch nicht. Noch immer zündet die Serie nicht richtig.

Fazit:
Wie Folge 1 - tolle Musik, tolle Sprecher, schwache Story und Fakten, die man auch im Web nachlesen kann. Kommt da noch was?

Copyright © 2010 by Gunter Arentzen

 

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