| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Sonstige Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen - Handyman Jack - Der letzte Ausweg | |||||||||||||||
|
|||||||||||||||
F. Paul Wilson
Handyman Jack Der letzte Ausweg Gelesen von Detlef Bierstedt Ton und Musik: Andy Matern Thriller, Hörbuch
Der lange Weg nach Hause Eigentlich wollte sich Jack nur ein Sechserpack Bier im Supermarkt um die Ecke holen, als er durch Zufall in eine Schießerei zwischen einem Gewaltverbrecher und einem Polizisten kommt. Jack gelingt es zwar den Gangster zu töten, doch der Gesetzeshüter ist schwer verletzt, während sein junger Kollege von dem Komplizen des schießwütigen Berserkers als Geisel genommen wird. Darüber hinaus werden Jacks schlimmste Befürchtungen wahr, denn die Polizei verdächtigt ihn, den uniformierten Kollegen verletzt zu haben und nimmt ihn fest. Jacks Identität und damit seine komplette Existenz stehen auf dem Spiel … Der letzte Rakosh (Auszug) In einem Kuriositätenkabinett auf einem Rummelplatz begegnet Handyman Jack einer Kreatur, die er längst für ausgerottet hielt, und die für einige schmerzhafte Blessuren verantwortlich ist, welche Jack an Leib und Seele zeichneten … In der Mangel Der Moslem Munier bittet Handyman Jack um Hilfe, denn ein Psychopath hat seine Frau und seinen Sohn gekidnappt und verlangt von dem Moslem immer perfidere und grausamere Aufgaben zu erfüllen. Angeblich ist dieses perverse Spiel eine alte Rachegeschichte, weil der Bruder des Entführers im Golfkrieg umgekommen ist. Doch Jack wittert schnell, dass hier eine persönliche Sache zwischen dem Psychopathen und Munier abläuft, wovon der geschockte Familienvater aber nichts ahnt. Und selbst Jack stößt ist erschüttert über die Grausamkeit der menschlichen Natur, die er hautnah miterleben muss … Auch das zweite Hörbuch mit dem sympathischen Robin Hood der Neuzeit ist ein wahrer Volltreffer der LPL Records unter der Führung von Lars Peter Lueg. Die Erzählungen von F. Paul Wilson, die hier in einer ungekürzten Fassung präsentiert werden, sind rasant, actionbetont, schonungslos und spannend zugleich. Wilson entwirft düstere Horror-Szenarien, wie man sie häufig in einschlägigen Filmen und Büchern geboten bekommt. Doch wo es im Kino oder im Roman oft zu unglaubwürdigen Happy Ends kommt, bleiben die Geschichten mit Handyman Jack immer unberechenbar und realistisch. Jack gelingt es nicht immer seinen Auftrag zu seiner Zufriedenheit zu erfüllen und doch tut er im Prinzip genau das mit den bösen Buben und Verbrechern, was wir alle gern täten, wenn wir in den Nachrichten von menschenverachtenden, grausamen Taten hören, die sich unserem Verständnis entziehen. Handyman Jack wird damit nicht nur zu einer prosaischen Ikone der Unterhaltungsliteratur, sondern auch zu einem imaginären Ventil für den aufgestauten Frust, wenn wieder ein Vergewaltiger frühzeitig entlassen wird oder die Täter Mangels an Beweisen auf freien Fuß gesetzt werden. Kleiner Wermutstropfen ist lediglich die zweite Geschichte, die einen Auszug einer längeren Erzählung darstellt und ein wenig abrupt endet. Hier zeigt sich allerdings auch erstmalig, dass Jacks Gegner nicht immer nur menschlicher Natur sein müssen und Wilson seine Geschichten auch durchaus mit Horror-Elementen verquickte. Die Aufmachung passt sich dem ersten Hörbuch perfekt an und zeigt dem Hörbuchfreund auf den ersten Blick, wo er die Vertonung der kongenialen Storys von F. Paul Wilson finden kann. Leider gibt es im Booklet keinerlei Informationen zu dem Autor selbst oder seinen bisher erschienenen Werken. Fazit:
© Florian Hilleberg |