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Rezension - Flash Gordon - Folge 4

H. G. Francis
Flash Gordon - Folge 4
Sieg über tödliche Gefahren

Sience-Fiction, Hörspiel
Eine Studio EUROPA-Produktion
Regie: Heikedine Körting
Titellied: B. May
Musik und Effekte: Bert Brac / Betty George
Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann

Das einjährige Kind von Prinz Barin und Aura ist der Thronfolger von Imperator Ming. Deshalb will der grausame Tyrann das Kind schon jetzt in seine Gewalt bringen. Doch Aura gibt ihren Sohn nicht heraus.
Wird Ming versuchen, das Kind zu entführen?
Dunkle Wolken ziehen sich über Aboria zusammen!
Kann Flash Gordon die Gefahr abwenden, die Barin, Aura und ihrem Sohn Alan drohen?

 

Sprecher:

Erzähler: Horst Frank Ming: Jürgen Thormann 1.Spion: Andreas von der Meden
Flash Gordon: Lutz Mackensy Captain Solas: Hans Daniel 2.Spion: Edgar Ott
Dale: Heidi Schaffrath Magier: J.F. Steffens

Lapell: Volker Bogdan

Prinz Barin: Wolfgang Draeger Captain Turan: Karl Walter Diess Lingan: Gernot Endemann
Aura: Brigitte Kollecker Prinzessin Carmen: Elke Reissert  

Story:

Ming, der Unbarmherzige, will seinen Enkelsohn Alan sehen und das Königreich Aboria besuchen.
Nach einem Empfang wird dem Imperator sein Enkelkind gezeigt. Nun, wo Ming mit Aura und Barin alleine ist, sagt er ihnen ganz offen und ehrlich, dass er den Jungen mit nach Mungo nehmen will, um ihn richtig ernsthaft und mit voller Strenge zu erziehen. Aura weigert sich und fährt ihren Vater an, worauf hin dieser mürrisch davon zieht und Barin in der Angst zurücklässt, dass Ming Krieg gegen das Königreich der Waldmenschen führen könnte.
In der Zwischenzeit wollte die Prinzessin Carmen aus dem Eisland eine Unterhaltung mit Flash Gordon führen, der aber weist sie ab, da er mit Barin den möglichen Krieg vorbereiten muss.
Ein Fehler?
Schließlich brechen Prinz Barin und Flash Gordon zu einem oft bekämpften Stützpunkt auf, um diesen neue Instruktionen zu übermitteln, während ihres Fluges, kommt es zu einer Komplikation und beide stürzen sie in den tiefen Dschungel Aborias ab.
Mit Glück können sich die beiden Freunde retten und Flash besiegt sogar einen Tiger, indem er ihn das Genick bricht.
Den Funkruf, den die beiden abgesetzt haben, ist von den Leuten Barins gehört worden, die gleich darauf aufbrechen, um ihren Prinzen und den besten Freund ihres Herren zu retten. Ohne es zu wissen, sind zwei Spione mit auf den Marsch, die vom Imperator angewiesen worden sind, den Captain Solas gefangen zu nehmen und nach Mungo zu verschleppen. Sie schaffen es und verschwinden in die Nacht des Dschungels: Als Barin und Flash gerettet werden, berichtet Lapell davon, dass Solas verschwunden sei und das sie annehmen, dass dieser gestorben ist.
Doch wie durch ein Wunder taucht Solas wieder auf. Das Gesicht angeschwollen, durch den Biss einer Kettlerspinne seiner natürlichen Stimme beraubt und so erschöpft und müde, dass er dem gegebenen Bankett nicht lange beiwohnen kann.
Als er sich auf den Weg macht, sein Schlafgemach aufzusuchen, läuft ihn Prinzessin Carmen über den Weg, die sofort erkennt, dass Solas nicht Solas ist und sich mit dem Verräter daran macht, das Kind zu stehlen.
Barin und Flash aber wittern den Braten und machen sich auf, um den Jungen zu retten und kämpfen schließlich gegen den Entführer. Der entkommt, weil Barin fälschlicherweise Flash niederschlägt. Dieser aber konnte dem Entführer noch eine Schulterklappe abreißen.
So haben die beiden Freunde nun etwas in der Hand, um den noch unbekannten Entführer zu überführen.
Doch zu ihrer aller Überraschung ist der vermeintliche Entführer Captain Turan, der treueste und Barin am tiefsten verpflichtete Offizier.
Alle sind geschockt und doch lässt Barin den Captain fälschlicherweise in den Kerker werfen und ermöglicht es Solas und der Prinzessin aus dem Eisland erneut nach dem Kind zu suchen und sich einen Plan auszudenken.
Während Carmen einen Soldaten bezirzt, hört man, dass Solas nicht im geringsten daran interessiert ist, die Prinzessin mit sich zu nehmen, sondern viel mehr auf ihre Dienste zurückzugreifen, um sie schließlich fallen zu lassen, wenn er sie nicht mehr benötigt. Nach dem Solas dann die unaufmerksame Wache mit einem Betäubungspfeil niedergestreckt hat, schlägt Carmen vor, in den Kerker zu gehen und Turan zu befreien, damit die Baummenschen das Gefühl haben, wenn der Junge Barins verschwunden ist, dass eben doch Turan der Entführer ist.
Solas stimmt zu und so macht er sich auf, um den Jungen an sich zu bringen.
Als er aber in die Wiege hineingreift, explodiert eine Lichtgranate und blendet ihn so sehr, dass er nicht mehr sehen kann; Barin und Flash haben nun den Entführer, da die Bombe nur dann explodiert, wenn man in die Wiege des Knaben hinein bricht.
Nun wird Solas in den Kerker geworfen, indem er nicht lange bleibt, da Carmen ihn erneut befreit und in einen seiner Betäubungspfeile läuft, nachdem sie gemeinsam Aura und Dale überrumpelt haben und Alan an sich gebracht haben.
Nun beginnt eine Verfolgungsjagd durch den Dschungel von Aboria, die dadurch endet, dass plötzlich der wahre Solas auftaucht und den davon stürmenden Lingan aufhält und mit ihm auf der Brücke kämpft. Schließlich will dieser Alan über die Brücke hinweg in die Schlucht werfen, denn Solas ihn nicht durchlässt.
Gordon will den Kampf beenden, indem er mit einem Pfeil auf den Entführer schießt; Barin hält ihn zurück, denn er hat Angst um seinen Knaben und auf die Magie des Magiers vertraut er auch nicht, der den magischen Pfeil Gordon kurz vor seinem Aufbruch übergeben hatte.
Gordon schieß trotzdem und trifft den Entführer.
Dieser wirft Alan in die Luft.
Solas kann ihn im letzten Augenblick auffangen und muss tatenlos mit ansehen, wie sich eine Kettlerspinne auf den fallenden Lingan wirft und diesen mit sich in den Dschungel zehrt.
Nachdem man zurück im Palast von Aboria ist, muss Solas leider gestehen, dass er unter der Folter und dem Wahrheitsserum Ming gestanden hat, dass Flash Gordon noch am Leben ist. Ein Ungeschick, das den sicheren Krieg mit Mungo auslösen kann. So entschließt Flash Gordon, sich mit Dale ins Eisland zu fahren und die verräterische Prinzessin dort abzugeben.

Die Sprecher:

Hier wird erneut das Beste von Besten in den cast aufgenommen. Wie in Folge 1 und 2 schafft Lutz Mackensy es erneut, dem Serienheld eine angenehme und wohlgeordnete Herablassung zu verleihen, die Flash Gordon von üblichen Serienhelden abheben lässt. Er versteht es, die einzelnen, kleinen versteckten Anspielungen und schreiberischen Defizite des Skriptes auszubessern und dem Hörspiel eine besondere Note zu verleihen. Aber auch Wolfgang Draeger, als Barin, und auch Gernot Endemann, als Lingan, geben dem Hörgenuss das besondere Sahnehäubchen.
Ebenso schafft es Brigitte Kollecker als Aura, eine überzeugende und verängstigte Mutter dazustellen, die in Furcht vor ihrem Vater lebt, dass dieser ihr das Kind nehmen könnte. Der einzige Wehrmutstropfen in dem Hörspiel ist Elke Reissert, die als Prinzessin Carmen nicht ganz zu überzeugen weiß. Was sicherlich an dem schmalen Grad an Handlung liegt, den ihre Figur erleben durfte und die sich aus nicht erwiderte Liebe gleich gegen Flash und seine Freunde stellt.

Musik und Effekte:

Auch hier gibt es nichts zu meckern.
Wie immer bei Europa hört man bekannte Klänge und Laute und die geschaffene Atmosphäre bringt einem die Dichte des Dschungels näher und lässt einen die Gefahren spüren, die überall lauern können.
Hier geht der Daumen wieder steil nach oben.

Fazit:

Ein rundum gelungenes und schön durchdachtes Hörspiel.
Natürlich, es gibt bei den Figuren eine gewisse Oberflächlichkeit, besonders bei Prinzessin Carmen, aber die Entführung aus der Sicht der Entführer spielen zu lassen, ist ein gelungener Handgriff, der die gesamte Handlung spannend gestalte.
Jeder, der Abenteuer und Spannung liebt, wird dieses Hörspiel mögen, und wenn man dann noch den einen, oder anderen lockeren Spruch aus Flash Gordons Mund hören will, liegt bei dieser Kassette goldrichtig.

© Thomas Tippner

 

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