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Rezension - Flash Gordon - Folge 3

H. G. Francis
Flash Gordon - Folge 3
Die Sklavenjäger des Ming

Sience-Fiction, Hörspiel
Eine Studio EUROPA-Produktion
Regie: Heikedine Körting
Titellied: B. May
Musik und Effekte: Bert Brac / Betty George
Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann

Vor dem grausamen Imperator Ming fliehen Flash Gordon, Dale und Dr. Zarkov. Aber lässt sich Ming wirklich überlisten?
Weiß er nicht längst, wo die Flüchtenden sind?
Flash Gordon muss erfahren, dass noch längst nicht alle Gefahren überstanden sind, als er der Urwaldhöhle entkommen ist ...




Sprecher:

Erzähler: Horst Frank Ming: Jürgen Thormann Bono: Hans Meinhardt
Flash Gordon: Lutz Mackensy Aura: Brigitte Kollecker Einzahn: Christopher Moloch
Dale: Heidi Schaffrath Captain Truno: Rolf Mamero

Krummer Rücken: Mario Wüstenfeld

Dr. Zarkov: Gottfried Kramer Kommandant: Hans Daniel Grombo: Volker Bogdan
Prinz Barin: Wolfgang Draeger Offizier: Andreas von der Meden  

Story:

Alles geht damit los, dass Flash Gordon und seine Freunde in einem Raumschiff sitzen und über Mungo hinwegfliegen- nur was sie da genau wollen, weiß man nicht und es wird auch keine genaue Auskunft gegeben. Das, was sich entscheidend für diese Geschichte darstellt, ist, dass Flash Gordon versucht, durch den Abwehrring der anderen Raumschiffe zu fliegen, ohne den Captain Truno täuschen zu können; dieser eröffnet sofort das Feuer, als er Flash Gordon erkennt, und schafft es sogar den Megastar aus den Sternen abzuschießen.
Um ganz sicher zu gehen, dass Flash Gordon und seine Freunde auch wirklich tot sind, lässt der Captain den Wald anzünden.
Das Flammemeer sucht sich gierig neues Brennmaterial und schließt Flash und seine Freunde ein. Nur durch einen Sprung ins Wasser können sich die drei retten, die fälschlicherweise von Barin und seiner Frau Aura für tot gehalten werden.
So beginnt für Flash Gordon, Dale und Dr. Zarkov eine gefährlich und abenteuerreiche Reise durch die dichten Wälder von Aboria und die angrenzenden Länder; Flash und seine Freunde müssen allerhand Gefahren bestehen und Dr. Zarkov wird von einem Rieseneichhörnchen gebissen, das ihn augenblicklich in den Wahnsinn treib. Er flieht und ist schließlich nicht mehr gesehen.
Dale und Flash hingegen müssen nun sich gegen Treibsand durchsetzten, mit einem wilden Elefanten kämpfen und schließlich in die Gefangenschaft der Höhlenmenschen geraten; die von dem hinterhältigen und dummen Einzahn regiert werden, der sich immer auf die Hilfe seines Freundes krummer Rücken verlassen kann.
Als Einzahn Flash Gordon gerade töten will, taucht ein Säbelzahntiger auf und greift diesen an, worauf hin Flash Gordon Einzahn vor den sicheren Tod rettet und dem fast verhungerten Höhlenmenschen durch den Tod des Tieres genügend Fleisch verschafft, dass jeder wieder satt werden kann.
Anstatt nun mit Einzahn Frieden zu schließen, hetzt Flash Gordon die Höhlenmenschen gegen ihren Häuptling auf und lässt diesen davon treiben; was Einzahn sich nicht gefallen lässt.
In der Nacht kehrt er zurück und schlägt Gordon und Dale nieder, um mit ihnen dann gemeinsam auf einem Fluss Richtung Mungo City zu fahren, um die beiden dort auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen.
Während Flash langsam aus seiner Ohnmacht erwacht, bekommt er mit, wie Einzahn krummen Rücken von dem Floß wirft und den Krokodielen zum Fraß liefert; aus dem Grund, weil er alleine das Geld für die Sklaven einstreichen will.
Als man die Trommel des Sklavenmarktes hört, tauchen am Ufer des Flusses Männer auf, denen Einzahn die beiden Gefangenen gleich aushändigen will; zu seinem Pech sind es die Baummenschen, die von Barin ausgeschickt worden waren, um nach der Leiche von Flash Gordon zu suchen.
Diese nehmen den Höhlenmenschen gefangen und bringen Flash und Dale zu Prinz Barin und seiner Frau.
Nun, im Palast der Baummenschen, meint man, dass Ruhe einkehren würde; Weit gefehlt.
Es geht weiter rasant und abenteuerreich. Erst stellt Flash einen Einbrecher bei Prinzessin Aura und verschont diesen schließlich, da Flash ein gutes Herz hat und die Geschichte der Armut glaubt, die ihm der Einbrecher erzählt.
Dann soll sein Essen vergiftet werden, was Dale bemerkt und Flash dadurch das Leben rettet.
Wer der Attentäter war?
Grombo, der Einbrecher!
Fälschlicherweise nimmt Flash Gordon an, dass der Mann sicher gehen wollte, dass er nicht an Barin verraten wird, und wird so, auf das Geheiß Gordons, in den Kerker geworfen, anstatt von einem Baum gestoßen- so, wie Barin es wollte.
Dann bricht Grombo aus und eine wilde Jagt durch den Wald beginnt, in dem nachher noch Affenmenschen eingreifen und versuchen Grombo zu verteidigen. Flash aber schafft es, den Mann den Kopf von den Schultern zu schlagen und erfährt dadurch, dass Grombo eine Maschine war.

Sprecher:

Was sollen die besten Sprecher tun, wenn sie ein schlechtes Skript vor sich liegen haben?
Eben ...
Versuchen, das Beste zu geben.
Jeder der Akteure ist stimmlich gut gewählt und liefert eine solide und eine gekonnte Leistung ab; nur können die Sprecher nichts für eine fade Handlung und aufgebauschte und schlecht formulierte Sätze.
In diesem Dilemma geht sogar der immer sehr gut vorbereitete und brillant sprechende Lutz Mackensy unter, und auch die eigentlich hervorragend sprechende Heidi Schaffrath schafft es nicht, die Schwächen des Skriptes auszubügeln.
Hinzu kommt noch, dass die Figur des Grombo von Volker Bogdan dermaßen langweilig und ermüdend dargelegt wird, dass nicht einen Augenblick Stimmung aufkommt, nachdem diese Figur eingeführt worden ist.

Musik und Effekte:

Wie immer gibt es daran nichts auszusetzen. Man hört dem Knacken und Wispern des Waldes gerne zu, ebenso den abwechslungsreichen Landschaftsgeräuschen und Einwohnern der Wälder. Man hat immer das Gefühl mit drin zu stehen, in den dicht bewachsenen Wäldern und den schummrigen, kalten und engen Höhlen.
Hier gibt es wie immer eine gute Note.
Nur bei der Musik im Zwischenteil haben sich die guten Damen und Herren aus dem Hause Europas vergriffen: Während Flash und Dale fliehen, hört man fröhliche Musikklänge ala Fünf Freunde oder die verwegenen Vier.

Fazit:

Leider ist die Kassette »Die Sklavenjäger des Ming« die schlechteste aus der Reihe Flash Gordon.
Eine wirre Handlung zieht sich laufend durchs geschehen und endlose Kämpfe gestalten das Hörspiel nicht sonderlich spannend, sondern lassen es viel mehr einfallslos und dumpf daher kommen.
Außerdem stört es, dass Flash in dieser Folge mehr als einmal ziemlich arrogant und unbedacht handelt; so streitet er lieber mit Einauge, anstatt ihn in Ruhe zu lassen und dann verhält er sich auch noch dumm, als Grombo versucht, ihn zu vergiften.
Man sollte diese Kassette als Lückenfüller betrachten, bevor es in Folge vier mit der Revolution und dem Kampf gegen Ming weiter geht.
Hinzu kommt noch, dass der Titel der Folge keineswegs mit der Geschichte im Einklang lebt; es gibt weit und breit keine Sklavenjäger und die Erwähnung des Sklavenmarktes sollte sicherlich nicht der Aushänger der Geschichte werden.

© Thomas Tippner

 

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