H. G. Francis
Flash Gordon - Folge 1
Der Superstar im Reich der Sterne
Sience-Fiction, Hörspiel
Eine Studio EUROPA-Produktion
Regie: Heikedine Körting
Titellied: B. May
Musik und Effekte: Bert Brac / Betty George
Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann
Der Mond droht auf die Erde zu stürzen und jegliches Leben auf ihr zu vernichten! Flash Gordon findet heraus, dass die Gefahr von einem fernen Sternenreich ausgeht. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler Zarkov und seiner Freundin Dale startet er in die Unendlichkeiten, um die Erde zu retten. Doch kaum haben sie den Planeten Mungo, das Reich des Grausamen Imperator Ming, betreten, als dieser Gordon zum Tode verurteilt!
Damit scheint das Schicksal der Erde besiegelt zu sein, denn wer konnte sie retten, wenn Gordon tot ist ...?
Sprecher:
| Erzähler: Horst Frank |
Aura: Brigitte Kollecker |
Priester: Lothar Grützner |
| Flash Gordon: Lutz Mackensy |
Soldat: Rüdiger Schulzki |
Vultan: Klaus Stiering |
| Dale: Heidi Schaffrath |
Klytus: Christian Rode |
Luro: Günther Flesh |
| Dr. Zarkov: Gottfried Kramer |
Arzt: J-F. Steffen |
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| Ming: Jürgen Thormann |
Barin: Wolfgang Draeger |
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Story:
Die Story der ersten Hörspielfolge entspricht einer gekürzten Fassung des Films. So landen Flash, Dale und Dr. Zarkov auf Mungo und werden gleich von einer Schar Soldaten entgegen genommen, die die drei in den Palast des Imperators Ming führen. Dort angekommen wird Flash gleich von zehn Soldaten (die für ihn noch zu wenig sind) angegriffen und durch ein dummes Verhalten von Zarkov niedergestreckt, der Flash eine Kugel zuwerfen will (obwohl niemand weiß, wo er diese auf einmal her hat) und diese ihm gegen den Kopf schmettert.
Flash wird daraufhin ins Gefängnis gebracht und wartet dort auf seine Hinrichtung.
Er wird schließlich in einer Gaskammer umgebracht und überlebt nun doch, weil die Tochter Mings, Aura, Flash das Leben rettet, in dem sie ihm ein Elixier von einem Arzt verabreichen lässt.
Nachdem Flash sich erholt hat und er mit Aura auf einen Mond von Mungo- dem Königreich Prinz Barins- nähert, entreiß er Aura einen Helm, mit dem man Gedanken lesen kann. Er spricht mit Dale und versichert ihr, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Bei Barin angekommen muss Flash bemerken, dass der Prinz von Aboria keinerlei Interesse an ihm hat, geschweige denn, ihm helfen will. Viel mehr sieht Barin ihn als Konkurrent und möchte Flash töten.
Mit einem Spiel, das die Baummenschen spielen, um ihre Männlichkeit zu beweisen. Ein Moloch sitzt in einem Baumstumpf und wird gereizt. Jeder Mann, der von seinem Biss getroffen wird, verfällt den Wahnsinn. Flash musste vorher mit ansehen, wie ein Knabe erstochen wurde, nachdem der Moloch ihn gebissen hatte.
Nun ist es an Flash, die Mutprobe zu bestehen. Er steckt die Hand in den Baumstumpf und zieht sie wieder hervor-, ohne gebissen worden zu sein. Auch Barin besteht die Mutprobe und ändert die Regeln, in dem er Flash noch einmal auffordert, in den Baumstumpf zu greifen. Nun ist es an Flash, erneut seine Fähigkeit zu zeigen, wie einfallsreich er ist. Er tut so, als ob er von dem Moloch gebissen worden ist und überlistet Barin so damit, da dieser meint, ihn umbringen zu können.
Flash aber entreißt ihm das Schwert und flieht in den dichten Dschungel. Dort wird er von einer Spinne angegriffen, die Barin tötet, da er Flash alleine umbringen will.
Doch bevor dieses geschieht, greifen Vultans Falkenmänner an und bringen Barin und Flash in die fliegende Stadt.
Dort will Barin gegen Flash kämpfen, auf einer frei im Raum schwebende Kampfplatte.
In der fliegenden Stadt trifft Flash wieder auf Dale und Zarkov, die ihm berichten, dass sie aus dem Palast von Ming geflohen sind.
Während Flash gegen Barin kämpft, lässt Vultan Messer aus der frei schwebenden Platte schnellen, um den Kampf interessanter zu gestalten. Als Barin fast von der Platte stürzt, rettet Flash ihm und sagt, dass Ming der Feind sei und nicht er oder irgendjemand anderes; Womit er den Grundstein für die Untergrundkämpfer legt.
Als Barin erschöpft vor Flash kniet, kommt Klytus mit einem Raumschiff angeflogen und verlangt die Herausgabe von den Gefangenen.
Flash widersetzt sich der Gefangennahme und tötet Klytus, indem er ihn in die Messer der frei schwebenden Platte wirft. Nachdem der Henker des Ming gestorben ist, wird die schwebende Stadt von Ming angegriffen. Alle dürfen sie fliegen, bis auf Flash, der in der Stadt sterben soll.
Dale und Zarkov sind ab sofort wieder gefangene des Ming.
Flash übersteht aber auch dieses Abenteuer und meldet sich über ein Funkgerät bei Vultan und Barin, die in der Zwischenzeit Freundschaft geschlossen haben und sich gegen Ming stellen wollen.
In der Zwischenzeit will Ming Dale heiraten und sie zu seiner Frau nehmen. Was er nicht weißt, ist, dass Flash Gordon eines seiner Raumschiffe gekapert hat und mit diesen direkt auf den Palast zuhält.
Als der Priester Ming gerade sein Heiratsgeständnis entlocken möchte, bricht das Raumschiff durch die Palastwand und spießt den gnadenlosen Imperator mit seiner Spitze auf. Bevor dieser stirbt, richtet er einen Ring auf sich und löst sich auf.
Flash und seine Freunde können ihr Glück gar nicht fassen und bemerken dann auch nur lachend, dass der Ring verschwunden ist, mit dem Ming sich aufgelöst hat.
Ein böses Omen?
Die Freunde scheint es nicht zu interessieren!
Sprecher:
Mit Lutz Mackensy gibt es einen Flash Gordon Interpreten, der besser nicht gewählt werden konnte. Durch seine gewohnt lockere und schön überspitze Art und Weise zu sprechen, entlockt der den manchmal als großspurig geltenden Flash Gordon einen angenehmen Witz, der Flash nicht arrogant sondern überheblichwitzig erschienen lässt. Mackensy lebt dieses Hörspiel redlich und spricht einen hervorragenden Wolfgang Draeger an die Wand und lässt auch mit seiner Stimme einen Jürgen Thormann hinter sich zurück.
Ansonsten sind die Sprecher allemal gut gewählt und auch die manchmal etwas fahl wirkenden Dialoge werden durch geschicktes Handling der Sprecher gut ausgebügelt und machen Flash Gordon, der Superstar im Reich der Sterne, zu einem tollen Hörvergnügen.
Musik und Effekte:
Es gibt eine gewohnte und solide Musik und Effektreihe, die Europa dem Hörer präsentiert und diesem die Welt um Mungo noch lebendiger erscheinen lässt. Egal ob es nun ein Laserschuss ist, verzehrte Funksprüche oder dramatische Musiken, das Hörerohr bekommt viele Klänge und Musiken geboten, die einem aus anderen Hörspielreihen bekannt sind.
Fazit:
Hier wird der Film in einer gekürzten Fassung erzählt und schlägt diesen um Längen (vielleicht auch aus dem Grund, weil man keine schlechten schauspielerischen Leistungen bewundern muss oder schlecht sitzende Kostüme). Mit der Auswahl an wirklich starken Stimmen hat das Tonstudio Europa es geschafft, eine hervorragende, eigene Hörspielfassung ins Leben zu erwecken, die Geschmack auf mehr macht, da geschickt die Revolution eingeleitet wird, die im Film nicht einen Augenblick erwähnt worden war.
So wird auch die Handlung etwas gestrafft, was der Geschichte im Allgemeinen gut tut; Nur leider wirken einige Handlungspassagen dadurch etwas kurz- wie zum Beispiel das Auftauchen von Dale und Zarkov in der fliegenden Stadt.
Man hätte auch ruhig auf den Kampf mit der Sumpfspinne verzichten können, um da vielleicht eine kleine Handlung zu erzählen, wie Hans Zarkov und Dale Ariden geflohen sind.
Aber das sind nur Kleinigkeiten, die einem auffallen und die kaum ins Gewicht schlagen ...
© Thomas Tippner |