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Dracula Dracula
Die Handlung hat sich dabei nur unwesentlich verändert. Die Besetzungsliste des Hörspiels wartet mit den ganz großen Namen der Hörspiel- und Synchronbranche auf. Dracula wird charismatisch von Torsten Michaelis dargestellt. Der Sprecher ist nicht nur die deutsche Stimme von Sean Bean sondern auch Hauptdarsteller der Hörspielserie CAINE. Jonathan Harker wird von David „Johnny Depp“ Nathan gesprochen, dem diese Rolle auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Schwierig ist häufig die Besetzung des Vampirjägers Van Helsing, der souverän und leidenschaftlich zugleich sein muss, aber auch Weisheit und Mut ausstrahlen soll. Die Wahl der Lauscherlounge fiel schließlich auf Detlef „George Clooney“ Bierstedt. Der Mime legt sein ganzes Talent in die Rolle und obwohl er sehr jung wirkt passt seine Stimme hervorragend zu dem Charakter. Dr. Jack Seward wird von Oliver Rohrbeck selbst übernommen, während Mina Harker von Melanie „Halle Berry“ Pukass gesprochen wird. So geht es munter weiter und die Riege der Sprecher ist es neben der einzigartigen Musik auch, die dieses Hörspiel trotz allem zu einem Erfolg macht, denn die Story an sich wurde schon arg gestrafft. Manche der Kürzungen fallen erst im Nachhinein auf, einige sind aber schon eklatant und nehmen der Geschichte einiges von ihrer Aussagekräftigkeit. Wie schon beim Hörverlag musste auch hier zuallererst die Figur des Quincey Morris weichen, die komplett aus der Handlung gestrichen wurde. Auch die drei Bräute Draculas fielen der sinnbildlichen Schere zum Opfer, womit der Hörer aber auch einer sehr erotischen und eindringlichen Szene beraubt wurde. Der wahnsinnige Renfield wurde ebenfalls als überflüssig erachtet und so spult sich die Handlung sehr stringent vor den Ohren des Hörers ab. Manchmal wirkt das Geschehen dadurch ein wenig gehetzt, denn Oliver Rohrbeck wollte dennoch nahe am Original bleiben. Unter den gegeben Umständen ist ihm dies auch wunderbar gelungen, allerdings wäre das Hörspiel mit seiner wirklich genialen Hintergrundmusik und den exzellenten Sprechern besser ausgefallen, wenn man die Handlung auf zwei Tonträger verteilt und noch gut eine Stunde Spielzeit angehängt hätte. So wurde die Kapazität der CD zwar bis auf die letzte Sekunde ausgeschöpft, doch deutlich auf Kosten der Story. Originell und Innovativ ist hingegen die Methode, Seward als Chronisten einzusetzen und einem unsichtbaren Gremium (in diesem Fall dem Hörer selbst) die Aufzeichnungen der handelnden Personen vorzutragen. Die CD liegt in einer stabilen Papp-Hülle und das Booklet steckt auf der Rückseite des Deckels. Neben einer kleinen Inhaltsangabe nebst Hintergrundinfos findet sich dort auch die Sprecherliste inklusive Fotos der Darsteller. Fazit:
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