| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Sonstige Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen - Dorian Hunter - Folge 15 | |||||||||||||||
|
|||||||||||||||
Mystery, Hörspiel Die grimmige Hatz Dorians spitzt sich weiter zu. Asmodi, als Letzter der schwarzen Familie, wird von Dorian nun schon seit mehreren Folgen gejagt, und diesmal scheint es möglich, ihn zu fassen zu bekommen. Mit seinem Helfer, dem französischen Journalisten Armand Melville, wagt sich Hunter auf eine Insel vor Sizilien, die das Rückzugsgebiet Asmodis sein soll. Gerüchte besagen zudem, dass die Insel von magischen und nichtmagischen Fallen nur so wimmeln soll. Deshalb lässt sich Dorian sogar mit Mafiosi ein, die ihm Schützenhilfe geben sollen. Die Helfer erweisen sich als ideale Ablenkung in Frischfleischform, während Dorian und Armand die Bekanntschaft einer dunkelhäutigen Sirene machen, die ihnen bei ihrem Vorhaben, Asmodi zu töten, einen entscheidenden Schritt weiterhelfen kann. Doch vier Tage nach der Landung auf der Insel taucht allein Melville wieder auf, Dorian ist verschwunden. Anhand von Ton- und Videoaufnahmen und Rückblenden ins Jahr 1712 bekommen wir zusammen mit den Verbündeten Dorians die Teile des Puzzles kredenzt. Die Enthüllung, die dabei klar wird, ist eine mehr als überraschende, soviel sei verraten. Asmodi ist nicht der, der er zunächst zu sein scheint, was die Ausflüge in vorige Jahrhunderte langsam enthüllen. Das Erzählen in Rückblenden scheint kompliziert, ist es aber nicht – geübte Hörer der Serie werden damit auch schon vertraut geworden sein. Das aktuellere Geschehen über das gerettete Ton- und Bildmaterial Melvilles zu erzählen, ist ein guter Kniff, der sich problemlos in die Erzählung einfügt. Was sich über die letzten Folgen hin schon als latent nervig herausgestellt hat, in dieser Folge aber kaum mehr zu ertragen ist, ist der gekünstelte französische Akzent von Oliver Kalkofe. Berühmter Sprecher hin oder her, Armand Melville klingt derart affektiert und gekünstelt, dass man es kaum aushält – nicht mal gekünstelte Franzosen haben so einen seltsamen Akzent, ich glaube, nicht mal Rolfe (der hier hoffentlich nicht Vorbild für den Akzent war). Sehr gut gefallen hat mir die von Marco Göllner selbst verfasste Geschichte um Mackandal, die eine neue Dimension eröffnet und sogar eine Lücke im Dorian Hunter Universum zu schließen versucht. Alles in allem sind die gut 75 Spielminuten interessant gefüllt, sodass man bei diesem Abenteuer nicht nur die Gänsehaut, sondern auch die Vorfreude auf die nächste Folge genießen kann.
Copyright © 2011 by Rebecca Hagelmoser |