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Ivar Leon MengerDodo - Folge 4 Dodos Reisen Illustration: Astrid Amadori Fantasy, Hörspiel www.lauscherlounge.de Dodo ist mit seiner Omi und Tante Hablieblieb mit dem TGC-U-Boot in der Wüste gestrandet. Strom-Tom hat den Unfall nicht überlebt, und so müssen sich die drei Überlebenden allein durchschlagen. Doch schon erwartet Dodo der nächste Schock, denn Omi und Tante Hablieblieb werden grässlichen Kreaturen in den Wüstensand gezogen und entführt. Ein Wüstenvolk, das Dodo für einen Seher hält, greift den jungen Mann auf. Da er aber die Erwartungen des Häuptlings nicht erfüllen kann, soll er in einem Sumpf versenkt werden. Agerian, der Dodo gefunden hat, soll dessen Schicksal teilen. Da die Serie aber auf sechs und nicht auf vier Folgen ausgelegt ist, schafft es Dodo auch dieses Mal, dem endgültigen Aus zu entkommen, nur um in noch haarsträubendere Abenteuer zu stolpern … Folge 4 beginnt mit der Trauer um Strom-Tom und die Entführung der beiden alten Damen bereits sehr dramatisch und packend. Die Tentakelmonster wurden plastisch in Szene gesetzt und stellen die Freigabe ab 6 Jahren (oder 2 Promille) doch schon infrage. Natürlich gibt es auch dieses Mal einen Wechsel der Erzählerperspektive, denn »Dodos Reisen« werden von Herrn Langlöffler, alias Joachim Tennstedt, kommentiert, der früher als Postbote arbeitete und jetzt Geschichten sammelt. Andreas Fröhlich mimt den jungen Dodo äußerst schüchtern und zurückhaltend, was aber gut zu der Rolle passt. Neu im Ensemble und selten in einem Hörspiel vertreten ist Torsten Sense (Agerian). Der Synchronsprecher, der unter anderem Val Kilmer seine Stimme leiht, spielt für Dreamland Productions die gleichnamige Hauptrolle der Dark-Fantasy-Serie »Tony Ballard«. Agerian wird von Torsten Sense hervorragend gesprochen. Wirklich schade, dass der Schauspieler so selten in Hörspielen auftritt. In weiteren Rollen sind Oliver Rohrbeck, Martin Kessler, Luise Lunow, Roland Hemmo, Luise Helm und Jannis Michael als Dodos jüngeres Ich zu hören. Die Effekte sind beeindruckend realistisch, die Musik unaufdringlich aber passend. Die Handlung kann zwar auch dieses Mal mit originellen und witzigen Einfällen punkten, doch der Spannungsbogen flacht deutlich ab. Die fehlenden Sprüche von Strom-Tom nehmen der Produktion spürbar den Wortwitz. Die typischen Aha-Effekte treten erst am Ende wieder auf, sodass zumindest der Cliffhanger geglückt ist und wieder Lust auf den fünften Teil der Serie macht. Ein Pluspunkt von DODO ist definitiv die Begrenzung auf sechs Folgen. Bei einer Never-Ending-Story würde man als Hörer sicherlich schnell das Interesse verlieren und sich fragen, wohin das ganze führen soll. So aber kann »Dodos Reisen« als kleiner Hänger betrachtet werden, beziehungsweise als Ruhe vor dem Sturm bevor Ivar Leon Menger seinen Helden in den letzten beiden Folgen das große Geheimnis lüften lässt. Das Cover zeigt die Silhouette von Dodo mit dem Löffel in der Wüste stehend. Keine Szenedarstellung, dafür in Stil und Umsetzung gut zum Inhalt passend. Nur schade, dass auch die Lauscherlounge so geizig mit Autoren- und Sprecherinfos, beziehungsweise Fotos, ist. Fazit: © Florian Hilleberg |